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SUMMARY:Leopold Mozart Quartett
LOCATION:Bürgerpalais Stutterheim
DESCRIPTION:Es ist eine der vitalsten Gattungen der Musikgeschichte: Das S
 treichquartett\, dem Joseph Haydn das klassische Design verlieh\, und dess
 en charakteristisches Gepräge dann Goethe mit seinem berühmten Aperçu b
 eschrieb: „Man hört vier vernünftige Leute sich untereinander unterhal
 ten.“ Bei uns hört man die Damen und Herren des Leopold Mozart Quartett
 s. Sie sind Mitglieder der Augsburger Philharmoniker\, aus deren Reihen 20
 05 auch die Gründer der Formation hervorgingen. Bei uns starten sie in de
 n Abend mit dem a-Moll-Streichquartett des deutschen Erzromantikers Robert
  Schumann. Danach stößt das Leopold Mozart Quartett in die Domäne seine
 s Repertoires vor – in die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Tobias PM
  Schneid\, 1963 bei Hof geboren\, ist ein Stilpluralist\, der sich diverse
 r Traditionsbestände der Musik aus Geschichte und Gegenwart bedient – v
 on der Romantik über die Avantgarde der Nachkriegszeit bis zur Postmodern
 e unserer Tage: „In meiner Musik verwende ich traditionelles Material un
 d versuche\, mit diesem auf meine ganz eigene Art umzugehen.“ In Schneid
 s 1. Streichquartett klingt dieses Prinzip schon im Untertitel an: „Vers
 uch über Vergangenes“.\n\nAuch die beiden Quartette nach der Pause füh
 ren einen Dialog mit Vergangenem: Sie spielen auf Mozarts Streichquartett 
 B-Dur KV 458 an\, das wegen des Chasse-Charakters des Kopfsatzes mit seine
 r signalhaften Melodik im schnellen 6/8-Takt den Beinamen Jagdquartett tr
 ägt. Heinz Winbeck\, der 1946 geboren wurde und 2019 verstarb\, hat als K
 ompositionsprofessor an der Musikhochschule Würzburg unzählige junge Kom
 ponisten – darunter Tobias PM Schneid – geprägt. Er selbst profiliert
 e sich als Komponist vor allem mit seinen Sinfonien in der Tradition der W
 eltanschauungssinfonik à la Bruckner und Mahler sowie überhaupt mit eine
 r Musik\, die den grausigen Realitäten unserer Zeit einen klingenden Spie
 gel vorhält. Sein 3. Streichquartett prangert mit tonmalerischer Drastik 
 die Jagd zum sportlichen Zeitvertreib an – und zwar aus dem Erleben eine
 s parforcegejagten Hirschs. Das Jagdquartett des Starklarinettisten und Er
 folgskomponisten Jörg Widmann\, Jahrgang 1973\, schlägt die Brücke zur
 ück zu Schumann. Ausgehend vom Finalthema aus dessen „Papillons“ entw
 ickelt sich eine „wilde Jagd“\, in deren Verlauf sich die hohen Streic
 her gegen das Cello verschwören und es schließlich „niederstrecken“.
  Verblüffende Klangeffekte\, drohende Gesten\, Rufe und Schreie machen di
 ese Musik zu einem Erlebnis für Ohren und Augen! Ein „unerHÖRT!er“ Q
 uartettabend im Zeichen packender neuer Kammermusik.\n\nText: Klaus Meyer\
 n\nBoletos: https://www.reservix.de/tickets-leopold-mozart-quartett-in-erl
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