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SUMMARY:BUGGE WESSELTOFT - It's Snowing On My Piano
LOCATION:Christuskirche Bochum
DESCRIPTION:Bugge allein am Klavier\, er meditiert über ein paar Melodien
 \, Weihnachtsmelodien. Klingt banal\, ist von ergreifender Schönheit. Kei
 n anderer\, der in der Lage wäre\, ein solches Gefühl zu wecken\, so atm
 osphärisch dicht. Und das mit einer Musik\, von der man denken möchte\, 
 sie sei ausgedeutet: Wesseltofts Solo\, haben uns viele gesagt\, sei die e
 inzige Weihnachtsmusik\, die sie überhaupt noch hören könnten. \n\nOder
  wie es die WAZ mit reichlich Understatement schrieb: „In ihrer fast üb
 erirdischen Schönheit ist dies die größte Weihnachts-CD\, die der zeitg
 enössische Jazz je hervorgebracht hat.“\n\nUnd das ist nicht das Urteil
  eines einsamen Jazz-Fans in einer Zeitungsredaktion\, Bugges Solo ist das
  best-verkaufte Album\, das jemals bei ACT erschienen ist. Wo ja nun auch 
 die Alben von Nils Landgren erscheinen und von Michael Wollny und E.S.T. u
 nd …\n\nNur dass auch dies nicht erklärt\, warum Bugges Meditationen so
  in den Bann nehmen\, denn eigentlich passiert nicht viel. Außer dass Bug
 ge jedem Ton die Lebenszeit schenkt\, die es braucht\, um ihn tatsächlich
  zu hören. Jeder Akkord eine kleine Epoche\, die anhebt und anhält und v
 erklingt. Hören\, als hätte man noch nie gehört. Wesseltoft "dekonstrui
 ert" nicht\, er "rekomponiert" nicht\, eher ist es so\, als durchwanderte 
 er die Räume zwischen den Tönen. Als weise jeder Ton dem nächsten einen
  Weg\, als glitte man an unsichtbarer Hand geführt sanft durch eine Traum
 welt der Töne. \n\nDas gewinnt eine Intensität\, wie sie in die Kindhei
 t ragt\, als man imstande war\, allen Dingen\, die um einen waren\, Töne 
 abzulauschen. Als man gewiss sein konnte\, dass eine Melodie\, innig gespi
 elt\, Engel herbeirufen kann. Und tatsächlich hatte Bugge\, als er das Al
 bum eingespielt hat  –  Siggi Loch\, der Chef von ACT\, hatte ihn gebe
 ten\, über ein Gemälde des US-amerikanischen Künstlers Ardy Strüwer zu
  improvisieren\, das in der Wohnung von Nils Landgren hing\; Titel des Bil
 des: „It’s Snowing On My Piano“  –  hatte also Bugge seine klein
 e Tochter Maren auf dem Schoß\, sie war zweieinhalb Jahre alt\, die erste
  Hörerin seiner Meditationen\, die erste\, die sein Spiel gefühlt hat. 
  \n\nAls dann das Album im Advent 1997 erschien\, schrieb Oslos größte 
 Tageszeitung DAGBLADET: „Bugge Wesseltoft hat die schönste Weihnachtspl
 atte aufgenommen\, die ich je gehört habe.“ Und langsam wie sein Spiel 
 machte die Erfahrung ihre Runde: 2005 hat Bugge seine Meditationen erstmal
 s in Oslo live gespielt vor gerade mal hundert Hören: "Ich begann leise u
 nd langsam zu spielen\, genau wie auf dem Album. Nach ein paar Songs konnt
 e ich das tiefe Atmen des Publikums hören. ‚Oh Gott\, das muss für sie
  so langweilig sein‘\, dachte ich und war mir sicher\, dass sie zur Paus
 e alle gehen würden. Aber nach dem Konzert erzählten mir alle\, was das 
 für eine großartige Erfahrung für sie gewesen war." \n\nDie Weihnachts
 erfahrung. 2010 ging Bugge mit ihr zum ersten Mal auf eine kleine\, erles
 ene Konzertreihe\, eines der fünf Konzerte spielte er bei uns. Jetzt komm
 t er erneut für einen unfassbar schönen Abend.\n\nOder sagen wir es so: 
 Wesseltoft\, Mastermind des europäischen Jazz\, ein Weltbürger der Musik
 \, der sich allem\, was sinnvoll klingt\, vorbehaltlos öffnen kann\, der 
 aber selber nicht viel zu tun hat mit Kirche und Weihnachten und alledem\,
  er kann das Unmögliche\, er kann Weihnachten ohne Kitsch.\n\nBoletos: ht
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