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SUMMARY:Jeanquirit Quartett | Haydn Blue
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DESCRIPTION:Ein Abend über musikalische Freiheit und das Überschreiten vo
 n Grenzen – von Haydn zu Dvořák\, von Europa nach Amerika\, von der Kl
 assik zum Jazz und wieder zurück. \n\nVier Streicher\, vier Stimmen – 
 und ein musikalischer Weg von Wien über Prag bis nach Amerika. Das Streic
 hquartett Jeanquirit zeigt bei den Jazztagen Dresden\, wie viel Freiheit\,
  Rhythmus und Experimentierlust in vier Jahrhunderten vermeintlich „klas
 sischer“ Musik stecken.\nDen Ausgangspunkt bildet Joseph Haydns Streichq
 uartett B-Dur op. 76 Nr. 4\, das wegen seines leuchtenden Beginns den Bein
 amen „Der Sonnenaufgang“ erhielt. Haydn machte das Streichquartett zu 
 einem Gespräch unter vier gleichberechtigten Stimmen: Motive werden aufge
 nommen\, weitergegeben\, beantwortet und verwandelt. Ein musikalischer Dia
 log\, dessen Prinzip dem Jazz erstaunlich nahe ist.\nMit Erwin Schulhoffs 
 „Fünf Stücken für Streichquartett“ beginnt dieser Dialog zu tanzen.
  Schulhoff gehörte zu den aufregendsten Grenzgängern der Musik des früh
 en 20. Jahrhunderts. Fasziniert von Jazz\, Tanzmusik und Dadaismus verband
  er klassische Formen mit neuen Rhythmen und der Musik seiner Zeit. Seine 
 fünf Miniaturen führen durch unterschiedliche Tanzwelten – pointiert\,
  rhythmisch\, manchmal bissig und voller Überraschungen.\nSpätestens bei
  George Gershwin verschwimmen die Grenzen endgültig. Seine Three Preludes
  verbinden klassische Komposition mit Blues\, Jazz und den pulsierenden Rh
 ythmen des amerikanischen Großstadtlebens. Gershwin bewies wie kaum ein a
 nderer Komponist seiner Zeit\, dass Konzertsaal und Jazzclub keine Gegens
 ätze sein müssen.\nDen großen Bogen des Abends schließt Antonín Dvoř
 áks „Amerikanisches Quartett“. 1893 entstand es während seines Aufen
 thalts in Iowa\, mitten in der Suche nach einer eigenständigen amerikanis
 chen Musiksprache. Dvořák begegnete dort Spirituals und afroamerikanisch
 er Musik ebenso wie den musikalischen Traditionen der Einwanderer. Das Erg
 ebnis ist Musik voller Weite\, rhythmischer Energie und Melodien\, die unm
 ittelbar ins Ohr gehen.\nJeanquirit – frei übersetzt „der lachende Ha
 ns“ – taucht als Pseudonym in den Schriften Robert Schumanns auf. Für
  die vier Musiker aus Sächsischer Staatskapelle Dresden und Dresdner Phil
 harmonie\, die sich 2020 aus purer Freude am Streichquartett zusammenfande
 n\, könnte der Name zugleich Programm sein: höchste kammermusikalische Q
 ualität\, aber ohne musikalische Scheuklappen.\n\nProgramm: Haydn Blue\n
 \nJoseph Haydn         Streichquartett B-Dur\, op.76\,4 „Der Sonnen
 aufgang“     \nErwin Schulhoff       Fünf Stücke für Streichqua
 rtett          \nPause\nGeorge Gershwin    Three Preludes       
   \nAntonin Dvorak       Streichquartett F-Dur\, op. 96 „Amerikani
 sches Quartett“\n\nBoletos: https://www.reservix.de/tickets-jeanquirit-q
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