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SUMMARY:Bad Schmiedeberger Meisterkonzerte - Genius Mozart
LOCATION:Kurhaus Bad Schmiedeberg
DESCRIPTION:Konzerteinführung:\n\nFrank-Immo Zichner spielt vier Mozart S
 onaten.\n\nMozarts Klaviersonaten KV 310\, 330\, 332 und 333\nWenn wir heu
 te vier Klaviersonaten von Wolfgang Amadeus Mozart hören\, begegnen wir n
 icht nur „schönen klassischen Werken“\, sondern einem erstaunlich bre
 iten emotionalen Spektrum. Zwischen der düsteren a-Moll-Sonate KV 310 und
  den heiteren\, opernhaft leuchtenden Sonaten KV 330\, 332 und 333 entfalt
 et sich ein Panorama von Mozarts Wiener Klavierstil: elegant\, gesanglich\
 , virtuos – und zugleich tief menschlich.\nMozarts Klaviersonaten entsta
 nden ursprünglich nicht für den großen Konzertsaal\, sondern für den p
 rivaten Salon und den musikalischen Hausgebrauch. Gerade deshalb wirken si
 e oft so unmittelbar: Sie sprechen nicht monumental\, sondern persönlich.
  Dennoch steckt in ihnen bereits jene dramatische Kraft\, die später Beet
 hoven weiterführen sollte. \n\nSonate a-Moll KV 310 – Leidenschaft und 
 Erschütterung\nDie Sonate KV 310 nimmt unter Mozarts Klaviersonaten eine 
 Sonderstellung ein. Sie entstand 1778 während Mozarts Aufenthalt in Paris
  – einer Zeit großer persönlicher Krise. Während dieser Reise starb s
 eine Mutter Anna Maria Mozart\; zugleich scheiterten viele seiner beruflic
 hen Hoffnungen. Viele Hörer empfinden die Sonate deshalb als eines der pe
 rsönlichsten und dramatischsten Werke Mozarts. Schon der erste Satz begin
 nt ungewöhnlich scharf und unruhig: keine höfische Eleganz\, sondern ner
 vöse Energie\, harte Akzente und ein fast tragischer Tonfall. a-Moll ist 
 bei Mozart oft die Tonart existenzieller Erregung – man denke später an
  die große c-Moll-Klaviersonate KV 457 oder an Szenen im „Don Giovanni
 “.\nDer langsame Satz wirkt zunächst tröstlich\, doch immer wieder bre
 chen schmerzvolle Dissonanzen hervor. Im Finale schließlich treibt Mozart
  die Musik in ein atemloses Presto. Die Virtuosität dient hier nicht dem 
 Glanz\, sondern der inneren Spannung.\nKV 310 zeigt einen Mozart\, der wei
 t über das Bild des „lieblichen Klassikers“ hinausgeht: verletzlich\,
  dramatisch und von beinahe romantischer Ausdruckskraft.\n\nSonate C-Dur K
 V 330 – Gesang ohne Schwere\nGanz anders die C-Dur-Sonate KV 330: Sie ge
 hört zu den beliebtesten Werken Mozarts und wirkt wie ein Gegenbild zur d
 üsteren a-Moll-Sonate. Vermutlich entstand sie 1783 in Wien oder Salzburg
  und wurde zusammen mit KV 331 und 332 veröffentlicht. Der erste Satz leb
 t von kantabler Leichtigkeit. Fast alles scheint zu singen. Mozart behande
 lt das Klavier hier wie eine Opernbühne: Fragen\, Antworten\, kleine Dial
 oge und überraschende Wendungen entstehen mit scheinbarer Mühelosigkeit.
 \nBesonders berührend ist das Andante cantabile – Musik von großer Inn
 igkeit\, aber ohne Pathos. Nichts wird übertrieben\; gerade die Einfachhe
 it macht die Wirkung aus.\nDas Finale schließlich verbindet Eleganz mit W
 itz. Hinter der heiteren Oberfläche verlangt diese Musik höchste Präzis
 ion: Jede Artikulation\, jede Phrase\, jede kleine Verzögerung wird hörb
 ar. Gerade Mozart „verzeiht“ dem Pianisten nichts – die Transparenz 
 der Musik macht jede Nuance bedeutend.\n\nSonate F-Dur KV 332 – Oper\, D
 rama und Virtuosität\nDie F-Dur-Sonate KV 332 gehört zu Mozarts reifsten
  Klavierwerken. Auch sie entstand um 1783 und verbindet Eleganz mit einer 
 neuen dramatischen Weite. Der erste Satz überrascht durch seine Vielfalt:
  fast opernhafte Gesten wechseln mit empfindsamen Momenten und virtuosen P
 assagen. Mozart scheint hier ständig zwischen Bühne und Kammermusik zu w
 echseln.\nIm langsamen Satz öffnet sich eine besonders intime Klangwelt. 
 Die Musik wirkt wie eine große Opernarie ohne Worte – gesanglich\, empf
 indsam und voller feiner harmonischer Schattierungen.\nDas Finale ist schl
 ießlich pure Spielfreude: brillant\, humorvoll und voller Energie. Manche
  Passagen erinnern bereits an ein Klavierkonzert\; der Pianist wird zum So
 listen eines imaginären Orchesters. Gerade deshalb zählt KV 332 bis heut
 e zu den wirkungsvollsten Mozart-Sonaten im Konzertsaal. \n\nSonate B-Dur 
 KV 333 – Die große klassische Balance\nMit der B-Dur-Sonate KV 333 erre
 icht Mozart eine beeindruckende Balance aus Formvollendung\, Virtuosität 
 und Wärme. Das Werk entstand vermutlich 1783 in Linz oder Wien. Schon der
  erste Satz entfaltet einen weiten musikalischen Raum: elegant\, großzüg
 ig und fast symphonisch gedacht. Die Themen wirken nicht bloß dekorativ\,
  sondern entwickeln sich in langen musikalischen Bögen.\nDer langsame Sat
 z gehört zu den poetischsten Eingebungen Mozarts. Hier scheint die Zeit s
 tillzustehen\; die Musik atmet Ruhe und Innigkeit.\nIm Finale schließlich
  zeigt Mozart seine brillante Seite. Das Rondo besitzt beinahe konzertante
 n Charakter – manche Pianisten empfinden es tatsächlich wie einen klein
 en Klavierkonzertsatz. KV 333 verbindet damit vieles\, was Mozarts Wiener 
 Stil ausmacht: technische Brillanz\, melodischen Reichtum und eine scheinb
 ar natürliche Vollkommenheit.\n\n\nDiese vier Sonaten zeigen Mozart auf d
 em Weg vom jungen reisenden Virtuosen zum reifen Wiener Meister. Sie reich
 en von persönlicher Tragik bis zu heiterer Gelöstheit\, von intimer Kamm
 ermusik bis zu beinahe orchestraler Klangfülle.\nUnd vielleicht liegt gen
 au darin das Besondere dieser Musik: Mozart spricht nie nur „über“ Ge
 fühle – er lässt sie unmittelbar entstehen. Selbst in den brillanteste
 n Momenten bleibt seine Musik menschlich\, atmend und verletzlich. Gerade 
 deshalb wirken diese Sonaten auch heute noch erstaunlich nah.\n\nBoletos: 
 https://www.reservix.de/tickets-bad-schmiedeberger-meisterkonzerte-genius-
 mozart-in-bad-schmiedeberg-kurhaus-festsaal-am-20-9-2026/e2578427
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