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SUMMARY:Get Well Soon - Séance Tour 2027
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DESCRIPTION:Auf seinem zweiten Album in diesem Jahr unternimmt Konstantin 
 Gropper aka. GET WELL\nSOON den Versuch\, KI in den künstlerischen Scha
 ﬀensprozess zu integrieren\, statt sie nur\npauschal zu verteufeln. Glü
 cklicherweise ist dieses Projekt gescheitert und SÉANCE wurde\nein Album 
 über\, keines mit Künstliche Intelligenz.\nDer Titel deutet es an: Für 
 Gropper hat die Kommunikation mit ChatGPT\, Claude und Co. Viel mit Geiste
 rbeschwörung gemeinsam. Daher geht es auf dem Album ziemlich gespenstisch
  zu. „SÉANCE ist mein Gothic-Album“ erklärt er. Erst im Mai 2026 ers
 chien GET WELL SOONs siebtes Album Minus The Magic. Manche fragen sich als
 o vielleicht\, wie Konstantin Gropper nur wenige Monate später schon wied
 er ein neues Album\, sein achtes\, fertig stellen konnte. Sicher\, seit Am
 en\, veröﬀentlicht 2022\, ist einige Zeit vergangen und genug\, um eine
 n Vorrat an Material anzulegen. Da das Projekt Get Well Soon 2026 aber auc
 h sein 20-jähriges Jubiläum feiert\, entstand die Idee\, diesen Meilenst
 ein mit zwei Alben in einem Jahr zu feiern. Trotzdem ist der Gedanke\, das
 s Gropper dabei vielleicht Unterstützung hatte nicht abwegig und interess
 anterweise auch nicht falsch. Nur kam die Unterstützung aus einer anderen
  Ecke als man zunächst vermutet.\n„Ich bin überzeugt\, dass Künstler*
 innen nicht nach Themen suchen sollten“\, betont Gropper. „Die Themen 
 sollten die Künstler*innen finden. Und da dieses Thema allgegenwärtig un
 d oft beunruhigend ist\, kann ich ihm unmöglich ausweichen: SÉANCE hande
 lt von Künstlicher Intelligenz.“ Das Album dokumentiert also das Experi
 ment\, mit einem nicht-menschlichen Sparringspartner zu arbeiten und glüc
 klicherweise ist das Experiment gescheitert! \nAls einer der versiertesten
  Songwriter seiner Generation gefeiert\, als Multiinstrumentalist und viel
 seitiger Produzent bekannt\, würde man Gropper sicherlich nicht auf der L
 iste jener Künstler vermuten\, die diese umstrittene Technologie begeiste
 rt annehmen. „Trotz der völlig berechtigten Kritik aus der Musik- und K
 unstszene wird es nichts bringen\, KI zu ignorieren oder sie pauschal abzu
 lehnen. KI wird nicht einfach wieder verschwinden. Ich hatte also das Gef
 ühl\, dass ich mich dem Thema direkt stellen muss. Auch um (m)eine Haltun
 g dazu finden.“\nTrotz der vertrauten Opulenz könnte SÉANCE daher Grop
 pers eigenwilligstes Album sein.\nVielleicht liegt es an der Art der Unter
 stützung\, die er sich anstelle von Mitmusiker*innen gesucht hat. Im Gege
 nsatz zu Minus The Magic\, dem letzten Album\, das er live mit seiner Band
  einspielte und auf dem er die Begeisterung für den Sound seiner Jugend w
 iederentdeckte. So sind auf SÉANCE sind neben Konstantin nur drei weitere
  Musiker*innen zu hören: Verena Gropper (seine Schwester) und Alex Mayr a
 m Gesang sowie Schlagzeuger Paul Kenny. Beim Mixing übergab Gropper jewei
 ls zwei Songs an fünf langjährige „Partner in Crime“: Marcus Wüst\,
  der an allen Get Well Soon-Alben mitgearbeitet hat\; Philipp Schwär\, de
 r die ersten beiden LPs mischte\; Markus Ganter\, mit dem Gropper u.a. das
  Album ‚Hinterland‘ von Casper produzierte und der ebenso für Get Wel
 l Soon mischte und produzierte\; sowie Philipp Hülsenbeck und Fritz Brüc
 kner\, die als Live-Tontechniker seit Jahren zum Tourteam von Get Well Soo
 n gehören. „Ein kleines Klassentreﬀen zu unserem Jubiläumsjahr“\, 
 sagt Gropper.\nSÉANCE bewahrt zwar die für Gropper typische Dramatik\, v
 or allem mit seiner opulenten Stimme. Es unterscheidet sich aber vor allem
  inhaltlich deutlich von seinem diesjährigen Vorgänger: Es wirkt nachden
 klicher\, dunkler und atmosphärischer. Da sind das bedrohliche „Goth 10
 1“\, das bewegende „Arthur And Harry“ und das fulminante „Hallucin
 ation No.4“. Das gespenstische „Holiday in Lily Dale“\, das epische 
 „Nothing Is Lost“ und ein mitreißender Shanty\, „The Wreck of The D
 eutschland“\, ganz zu schweigen vom Dark Wave-getränkten „Siri\, What
  Ruined The West?“. Dazwischen finden sich kürzere Stücke: das nostalg
 ische „Human Potential Advisor“\, das jenseitige „The Undead Choir
 “ und das cineastische „Khaleesi“. Den Abschluss bilden die melancho
 lische Atmosphäre von „Witness Impact“ und die leisen Drohungen von 
 „You Need Me“. Gropper selbst nennt SÉANCE sein „Gothic-Album“.\n
 Aber: Was als künstlerische Erkundungsreise in die Welt der Technologie b
 egann\, entwickelte sich schnell in eine andere Richtung. Groppers Herange
 hensweise wurde letztlich von einer unerwarteten\, aber auf den zweiten Bl
 ick auch beruhigenden Erkenntnis geprägt: „Fast jeder Versuch\, die kre
 ative Arbeit der KI zu überlassen\, führte ins Leere“\, sagt er. „Si
 e hat für mich nur noch mehr Arbeit verursacht. Die interessantesten Erge
 bnisse entstanden durch ihre Fehler. Deshalb wurde aus SÉANCE ein Album 
 über KI – und nicht eines\, das mit KI gemacht wurde.“\nDoch wie der 
 Titel bereits andeutet\, handelt SÉANCE nicht ausschließlich davon. „W
 enn man sich mit dem meistdiskutierten Thema unserer Zeit beschäftigt\, l
 äuft man der Entwicklung immer hinterher. Deshalb war es für mich notwen
 dig\, eine recht ungewöhnliche Perspektive zu finden.“ Auf SÉANCE vert
 ritt Gropper daher die Ansicht\, dass Künstliche Intelligenz weit mehr mi
 t Spiritualismus gemein hat\, als man vielleicht vermuten würde. „KI is
 t im wörtlichen Sinne eine übernatürliche Kraft“\, erklärt Gropper. 
 „Und als solche ruft sie zwangsläufig die existenziellen Fragen der Phi
 losophie\, Psychologie und Soziologie auf den Plan. Und genau dort wird es
  interessant.“\nFür manche mag die Verbindung von KI und der Kommunikat
 ion mit den Toten weit hergeholt erscheinen. Doch der aus Oberschwaben sta
 mmende Musiker hat darüber natürlich gründlich nachgedacht. Um seine Ü
 berzeugung zu untermauern\, beschwört er nichts weniger als den Geist von
  Jacques Derrida herauf\, jenem französischen Philosophen\, der den Begri
 ﬀ „Hauntologie“ prägte – eine Verbindung aus „Haunting“ (Heim
 suchung) und Ontologie.\n„Ich verstehe es folgendermaßen“\, führt Gr
 opper aus. „Die Gegenwart wird immer von der\nVergangenheit heimgesucht.
  Jede vermeintlich neue Erkenntnis trägt Spuren dessen in sich\, was ihr 
 vorausging. Für mich ist das der große Widerspruch bei KI: Diese Technol
 ogie\, die beansprucht\, die Zukunft zu verkörpern\, kann letztlich nur a
 uf die Vergangenheit zurückgreifen. Sie ist niemals im wörtlichen Sinne 
 kreativ. Sie ist ein Monster\, zusammengeflickt aus Leichenteilen.“\nZwa
 nzig Jahre nach der Gründung von GET WELL SOON ist Konstantin Gropper so 
 inspiriert und kraftvoll wie eh und je: scharfsinnig\, erfinderisch\, ein 
 Künstler\, der noch immer genauso hungrig nach Ideen wie nach Antworten i
 st. Die Intelligenz von SÉANCE ist alles andere als künstlich\, wohl abe
 r kunstvoll\, geistreich\, herausfordernd und berauschend. Und im Gegensat
 z zur KI natürlich einfach „the real deal“.\n\nBoletos: https://www.r
 eservix.de/tickets-get-well-soon-seance-tour-2027-in-hamburg-mojo-club-am-
 24-1-2027/e2589224
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