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SUMMARY:Künstler zwischen Glanz und Elend der Weimarer Republik
LOCATION:Urania Berlin
DESCRIPTION:Die Weimarer Republik war eine Gesellschaft im Ausnahmezustand
 : Hyperinflation\, Massenarbeitslosigkeit und politische Gewalt auf den St
 raßen standen einem beispiellosen kulturellen Aufbruch gegenüber. Berlin
  wurde zur Welthauptstadt der Moderne – und die Kunst zum Seismografen d
 ieser widersprüchlichen Zeit.\n\nDie künstlerischen Antworten auf diesen
  Umbruch fielen höchst unterschiedlich aus. Lesser Ury hielt an der impre
 ssionistischen Formensprache fest und fing das flüchtige Großstadtleben 
 im Lichtglanz der Berliner Metropole ein. Otto Dix und Georg Grosz hingege
 n radikalisierten ihre Bildsprache: Aus dem anarchischen Impuls des Dadais
 mus heraus entwickelten sie die Neue Sachlichkeit – eine schonungslose\,
  oft bitterböse Bestandsaufnahme zwischen Kriegstrauma\, Dekadenz und auf
 ziehendem Faschismus. Otto Nagel und Karl Hofer wiederum wählten den Weg 
 des expressiven Realismus und richteten ihren Blick auf die Verlierer der 
 Moderne: die Armen\, die Entrechteten\, die Vergessenen.\n\nSo vielfältig
  diese Stile waren\, so sehr eint sie ein gemeinsamer Impuls: Kunst als Re
 aktion auf gesellschaftliche Erschütterung\, als Haltung und als Zeitzeug
 nis. Die Sonderausstellung „Ruin und Rausch" in der Neuen Nationalgaleri
 e versammelt eindrucksvolle Werke all dieser Künstler. Der Kunsthistorike
 r Thomas R. Hoffmann nimmt dies zum Anlass\, über die aktuelle Präsentat
 ion hinaus weitere Werke vorzustellen und sie in einen thematischen\, inha
 ltlichen und stilistischen Dialog zu setzen.\n\nBild: Lesser Ury – In de
 n Zelten (Berlin-Tiergarten) 1920er Jahre (Ausschnitt)\n\nBoletos: https:/
 /www.reservix.de/tickets-kuenstler-zwischen-glanz-und-elend-der-weimarer-r
 epublik-in-berlin-urania-humboldt-saal-am-22-10-2026/e2578918
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