BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//360exp//Calendar//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-WR-CALNAME:360exp
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
X-WR-TIMEZONE:Europe/Berlin
BEGIN:VEVENT
UID:7789d913-9c13-4b42-bbb1-6f4227b1fe22@360exp.net
SEQUENCE:29779530
DTSTAMP:20260930T080737Z
LAST-MODIFIED:20260815T053054Z
DTSTART:20261106T170000Z
DTEND:20261106T210000Z
SUMMARY:40. Freiburger Literaturgespräch: Kombiticket Debütant*innenball 
 und Comiclesung inkl. Drink
LOCATION:Literaturhaus Freiburg
DESCRIPTION:Anja Gmeinwieser: Wir Königinnen\nModeration: Leo Boquoi\n\nDr
 ei Bücher\, drei Songs\, ein Abend! Drei großartige Erstlinge\, die gro
 ße Fragen stellen: Was ist der Mensch\, was ist ein Tier? Wer sind meine 
 Nächsten? Welche Sprache sprechen wir?\nAnja Gmeinwieser eröffnet den Re
 igen mit ihrer Roadnovel „Wir Königinnen“ (Berlin Verlag\, 2026) und 
 einem Handy\, das „mit einer übertriebenen Geste vom ersten Gipfel“ d
 er Alpen fliegt. Auf der Flucht vor ihrem allzu normalen Leben trifft die 
 Erzählerin Anna\, die einen Schwertransport mit trächtigen Kühen in die
  Türkei steuert. Aus einem spontanen „Ich fahre mit“ wird eine Annäh
 erung über international bad english und einen zuweilen halluzinierenden 
 Handy-Übersetzer\, eine Liebesaffäre zwischen Autobahnen. Aber weil es i
 mmer heißer wird im Transporter\, die Tiere erkranken und Annas Chef nich
 t zahlt\, auch ein Höllentrip – bis an die EU-Außengrenze\, wo Träume
  und Kühe stranden. \n„Diese beiden Frauen sind nicht nur Romanfiguren
 \, sie sind Solidarität\, Hoffnung\, Rebellion“\, schreibt die Autorin 
 Mareike Fallwickl über Gmeinwiesers Debüt\, das den klassischen Western-
 Plot des Viehtriebs gegen den Strich bürstet und mit Fragen nach Muttersc
 haft\, Arbeit und Identität verknüpft.\n\nMartin Piekar: Vom Fällen ein
 es Stammbaums\nModeration: Sonja Karadza\n\nAls Martin Piekar beim Bachman
 n-Wettlesen 2023 Auszüge aus seinem Debütroman „Vom Fällen eines Stam
 mbaums“ (Rowohlt\, 2026) vortrug\, beeindruckte er mit präziser\, poeti
 scher Sprache – und einem lauten\, langen Schrei: Der Schrei der Überfo
 rderung eines jungen Mannes\, der vaterlos mit seiner Mutter in einer enge
 n Zwei-Zimmer-Wohnung aufwächst und sie nach einer Krebsdiagnose bis zu i
 hrem Tod pflegt. \nMarcin heißt der junge Mann. In den 1980er Jahren floh
  seine Mutter mit ihm aus Polen nach Deutschland\, arbeitete als Altenpfle
 gerin\, kämpfte mit der Sucht. Während Marcin zwischen Videospielen\, Nu
  Metal und Gedichten nach seinem Platz sucht\, leben die beiden in einer N
 ähe zwischen Fürsorge und Abgründen. Mit der Erkrankung der Mutter trit
 t die Familiengeschichte in ihrer ganzen Wucht zutage: Aus Erinnerungen\, 
 Anekdoten und schmerzhaften Erkenntnissen entsteht das Porträt einer deut
 sch-polnischen Familie\, in der Krieg\, Migration und soziale Ausgrenzung 
 bis in die Gegenwart hineinwirken.\n\nLara Rüter: Affenliebe\nModeration:
  Katharina Knüppel\n\nAm schwarzen Brett las Lara Rüter den Aushang: „
 Aushilfe in der Primatenforschung gesucht“. Fünf Jahre verbrachte die L
 yrikerin im Affenhaus des Leipziger Zoos und verankert dort ihr Nachdenken
  über Nähe\, Verlust\, Sehnsucht und Grenzen. Ihr Essay „Affenliebe“
  (Hanser\, 2026) vermisst die Lücke zwischen den Menschen und ihren näch
 sten Verwandten\, spiegelt im eigentümlichen Sozialverhalten der Tiere pe
 rsönliche Erfahrungen der Autorin: eine Abtreibung\, in deren Vorbereitun
 g sie den politischen Druck davon spürt\, was Frauen wollen sollen. Die S
 uche nach dem leiblichen Vater und die Beziehung zu ihrem „Kuckucksvater
 “. Entstanden ist ein hochliterarischer\, durchlässiger Text\, der auto
 biografisches und erfinderisches Erzählen kurzschließt mit Zitaten von R
 oland Barthes\, Emily Dickinson und Martina Hefter\, mit wissenschaftliche
 n Fragestellungen und Szenen im Gehege.\n\nMia Oberländer: Saloon\nModera
 tion: Kristine Harthauer\n\nGroßmutter lädt zum Familienfest! Die Tochte
 r\, angereist mit dem Prosecco-Express\, kehrt unfreiwillig in die Enge ih
 res Kinderzimmers zurück. Sohn 1 hört sich gerne reden\, während seine 
 Begleitung eisern schweigt. Sohn 2 hingegen ist unfähig\, für sich und a
 ndere einzustehen\, ganz im Gegensatz zu seiner Frau\, die immer kurz vorm
  Explodieren ist. Und die Enkelkinder wären lieber ganz woanders … Die 
 Spannung steigt\, Triggerpunkte werden massiert\, passive Aggressionen dr
 ängen ins Offene. Was macht eigentlich die Kassiererin des lokalen Superm
 arkts hier?\nHumorvoll und treffsicher seziert die Comicbuchpreisträgerin
  der Berthold-Leibinger-Stiftung Mia Oberländer in ihrer furiosen Graphic
  Novel „Saloon“ (Edition Moderne\, 2025) Rollenbilder und Machtverhäl
 tnisse: Eine Familienaufstellung als wilder Western\, erzählt mit ungezä
 hmtem Strich und vibrierenden Bildern – willkommen zum Showdown des Aben
 ds! \n---\nFotos: Anja Gmeinwieser © Linda Sier\, Martin Piekar © Charlo
 tte Werndt\, Lara Rüter © Michael Bader\, Mia Oberländer © Alexandra P
 olina\n\nFörderer: Kulturamt der Stadt Freiburg\, Ministerium für Wissen
 schaft\, Forschung und Kunst Baden-Württemberg\, Sparkasse Freiburg-Nörd
 licher Breisgau\, Guzzoni-Federer-Stiftung\, Deutsche Pfandbriefbank\n\nKo
 operationspartner: Theater im Marienbad\, Buchhandlung jos fritz\n\nKultur
 partner: SWR Kultur\n\nDatum: 6.11.2026\, 18:00 Uhr\nOrt: Theater im Marie
 nbad\, Marienstraße 4\nEintritt: 18/12 Euro inkl. Drink\n\nLiteraturgespr
 äch\nAußer Haus\n\nBoletos: https://www.reservix.de/tickets-40-freiburge
 r-literaturgespraech-kombiticket-debuetantinnenball-und-comiclesung-inkl-d
 rink-in-freiburg-im-breisgau-theater-im-marienbad-am-6-11-2026/e2600885
URL;VALUE=URI:https://360exp.net/events/7789d913-9c13-4b42-bbb1-6f4227b1fe2
 2
STATUS:CONFIRMED
END:VEVENT
END:VCALENDAR
