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LOCATION:Heinrich-Lades-Halle
DESCRIPTION:Anastasia Wladimirowna Kobekina ist wild und mit ihrem Cello ve
 rwachsen: Gerade mal vier Jahre war sie\, als sie ihren ersten Cellounterr
 icht erhielt. Das singende\, klangvolle Instrument sollte Anastasia Kobeki
 na nie mehr loslassen. 1994 im russischen Jekaterinburg geboren\, wuchs si
 e in einem musikalischen Elternhaus auf: Die Mutter ist Pianistin\, der Va
 ter Komponist. Mit zwölf Jahren begann sie ihr Studium am Moskauer Konser
 vatorium\, bevor sie ihre Ausbildung unter anderem in Kronberg\, Berlin un
 d Paris fortsetzte. Seit 2012 lebt Anastasia Kobekina in Deutschland.\n\nS
 ie wuchs in einem Umfeld auf\, in dem Musik zum Alltag\, zum Leben gehört
 e. Gezwungen wurde sie nie zum Üben\, sagt sie. Fleißig war sie aus eine
 m inneren Bedürfnis heraus\, aus Neugier und Leidenschaft für die Musik.
  Begeistert führt sie auch immer wieder die Kompositionen ihres Vaters au
 f\, hat seine Werke für Cello eingespielt.\n\nEs spricht für die künstl
 erische Orientierung der 32-jährigen Musikerin\, dass sie mit dem exquisi
 ten Münchener Kammerorchester auftritt. Denn Enrico Onofri\, einer der dr
 ei Associated Conductors des Münchener Kammerorchesters\, verkörpert mit
  Jörg Widmann und Bas Wiegers geradezu ideal das weite künstlerische Spe
 ktrum des Orchesters und den unbändigen Willen\, der Musik vom Barock bis
  heute neue Dimensionen abzugewinnen. Das passt auch zum musikalischen Ver
 ständnis der Cellistin.\n\nInsofern darf man gespannt sein\, wie Anastasi
 a Kobekina Haydns Cellokonzert in C-Dur mit dem Münchener Kammerorchester
  umsetzt. Langweilig und verzopft wird das gewiss nicht!\n\nDas Programm m
 it Mendelssohn Bartholdys 3. Sinfonie im zweiten Teil verspricht schon wer
 kbedingt Vitalität und Beweglichkeit\, die bei dem „Schmetterling unter
  den Münchener Spitzenorchestern“ interpretatorisch zusätzlich spannen
 de Ansätze\, Höhenflüge bieten dürfte.\n\nDie Gegenüberstellung mit e
 inem Werk aus der Neuen Musik (bei Drucklegung noch nicht benannt) wird de
 m Abend zusätzlichen Reiz verleihen: Denn die Münchener sind bekannt und
  beliebt für ihre abwechslungsreiche Programmdramaturgie.\n\nDie Bilderbu
 chkarriere mit bedeutenden Wettbewerbserfolgen von Anastasia Kobekina füh
 rt die lebhafte und meist vergnügte Cellistin zu berühmten Orchestern (K
 remerata Baltica\, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen\, Wiener Symphoniker
 ). In der Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen tauchen illustre Nam
 en wie Isabelle Faust\, Fazıl Say oder Wladimir Spiwakow\, Gidon Kremer u
 nd András Schiff auf\, um nur einige zu nennen.\n\nDas Reisen mag die jun
 ge Cellistin\, die hinsichtlich ihres Temperaments durchaus wesensverwandt
  mit der Geigerin Patricia Kopatchinskaja erscheint\, gern. Das Alleinsein
  auf den Konzertreisen nimmt die Cellistin gelassen als Begleiterscheinung
  ihrer solistischen Berufung. Nur das permanente Aufpassen auf ihr wertvol
 les Guadagnini-Cello von 1740 (eine Leihgabe)\, das sie quasi stets herumt
 rägt\, empfindet sie als einschränkend\, körperlich anstrengend. Ansons
 ten versucht sie\, neben den Konzertauftritten\, auch die Städte ihrer To
 urneen zu besichtigen. Wenn möglich\, verlängert sie ihren Aufenthalt am
  Konzertort. Daraus entsteht dann bisweilen auch Inspiration aus der Musik
  dieser Stadt oder des Landes\, wie etwa bei ihrer Einspielung von „Veni
 ce“ mit Werken von Monteverdi\, Vivaldi und anderen in einer intimen\, e
 igenwilligen Interpretation.\n\nPerfektion und Kreativität sind bei der j
 ungen Russin kein Widerspruch\, sondern sorgen für Verblüffung und Begei
 sterung beim Publikum.\n\nText: Sabine Kreimendahl\n\nBoletos: https://www
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