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SUMMARY:KAFKA ZWISCHEN DEN ZEITEN - Doppelvorstellung
LOCATION:Societaetstheater
DESCRIPTION:In einem grotesken Theaterabend mit Texten von Franz Kafka übe
 r Vergänglichkeit und die Absurdität des Daseins bestaunen die Compagnie
  Freaks und Fremde zusammen mit dem Schauspiel-Duo Kathleen Gaube & Mario 
 Holetzeck das menschliche Streben und Treiben. Am Jahresende\, zwischen G
 änsebraten und Silvesterfeuerwerk\, gewinnt der zweiteilige Abend Kafkas 
 grandiosen Texten vor allem das Groteske und Komische ab. Denn auf diese W
 eise lässt sich das Verworrene und Abgründige des Menschen unterhaltsam 
 und erkennend beschauen.\n\nEIN HUNGERKÜNSTLER (Cie. Freaks und Fremde)\n
 Es ist alles eine Frage des Appetits. Der eine giert nach Macht und Monete
 n\, der andere nach Liebe und Luxus\, ein Dritter nach dem Nichtstun oder 
 stoischer Gelassenheit. Kafkas Hungerkünstler will nichts von alledem\, a
 ber keiner soll behaupten\, er giere nach gar nichts. Nein\, er ist ehrgei
 zig\, geradezu süchtig nach Ruhm\, er will\, dass die Menschen ihm bewund
 ernd zuschauen\, wenn er in seinem Käfig hungert. Seine Tragödie ist nic
 ht das Hungern-Müssen aus bitterem Entbehren\, denn er hat sich längst d
 amit abgefunden\, dass die Welt nicht nach seinem Geschmack ist. Seine Unz
 ufriedenheit mit sich selbst rührt nur daher\, dass ihm das Hungern so sc
 hrecklich leichtfällt. Sein wahres Drama ist das allmähliche Ausbleiben 
 des Publikums. Er legt sich mächtig ins Zeug\, um den Zuschauer an sich z
 u binden. Er muss an die Grenze gehen\, an die Grenze des Lebens. Seine sp
 ektakuläre Erfahrung will er dem Publikum zum Fraß vorwerfen\, es mit se
 inem Schau-Hungern nähren\, hätscheln und verblüffen. Er ist ein Künst
 ler und erst mit dem eigenen Ende wird seine Kunst perfekt. Im Zusammenspi
 el von Sprache\, Puppenspielkunst und Musik umkreist die Compagnie Freaks 
 und Fremde Kafkas gewitzte Parabel auf das Künstlertum und seine Fallstri
 cke.\n \n\nDER PROCESS (Kathleen Gaube & Mario Holetzeck)\nIn einer physis
 chen\, unmittelbaren\, szenisch-visuellen Lesung bringen Kathleen Gaube un
 d Mario Holetzeck Kafkas Jahrhundertroman als intensives Theatererlebnis a
 uf die Bühne. An seinem 30. Geburtstag wird der Bankprokurist Josef K. oh
 ne erkennbaren Grund verhaftet. Seine Suche nach Recht und Klarheit führt
  ihn immer tiefer in die undurchdringlichen Strukturen eines anonymen Geri
 chts. Während das System sich jeder Logik entzieht\, verliert Josef K. zu
 nehmend den Halt – zwischen Ablenkung\, Verlockung und wachsenden Schuld
 gefühlen. Beamte und Advokaten stolpern dabei in Slapstick-Manier durch d
 ie Handlung: Leute fallen\, bewegen sich mechanisch und umständlich. Anw
 älte lassen sich von gereizten Angestellten die Treppe hinunterwerfen und
  dergleichen. Die besondere Komik solcher Szenen ist oft Kafkas eigene »S
 lapstick«-Methode genannt worden. Kafka hätte beim Vorlesen des Textes s
 o sehr gelacht\, »dass er weilchenweise nicht weiterlesen konnte«\, beri
 chtet sein Freund Max Brod. Dabei eröffnet sich ein besonderer Blick\, we
 nn Kathleen Gaube sich dem Stoff aus der Perspektive der verschiedenen Fra
 uenfiguren des Romans nähert. Ein zeitloser und vielschichtiger Text übe
 r Schuld und Macht\, die eigene Verantwortung des Menschen im Konstrukt se
 iner Systeme\, den man vielleicht in der Muße zwischen den Jahren nach di
 esem Abend wieder zur Hand nimmt.\n\nEIN HUNGERKÜNSTLER\nPuppenspiel\, Pe
 rformance: Sabine Köhler\, Heiki Ikkola | Live-Musik: Tobias Herzz Hallba
 uer | Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragt
 en der Bundesregierung für Kultur und Medien.\n\nDER PROCESS\nSzenische E
 inrichtung: Mario Holetzeck | Schauspiel: Kathleen Gaube\, Mario Holetzeck
 \n\nDauer: ca. 2 Stunden (inkl. Pause)\n\nBoletos: https://www.reservix.de
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