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SUMMARY:Das Verborgene begreifen
LOCATION:Rehmann-Museum
DESCRIPTION:<p><strong>Das Verborgene begreifen: Wie Archäologie und Tasts
 inn das Unsichtbare erforschen</strong>\n <br>\n Sonntag\, 15. November 20
 26\, 15 Uhr</p>\n<p>Was im Boden liegt\, ist für uns alle verborgen – u
 nabhängig davon\, ob wir sehen können oder nicht. Dennoch besitzen Arch
 äolog*innen die Fähigkeit\, diese Dunkelheit zu durchdringen: Sie wissen
  genau\, wonach sie suchen müssen\, und «sehen» das Verborgene im Boden
  anhand minimaler Indizien\, noch bevor es das Tageslicht erblickt.</p>\n<
 p>Am 15. November 2026 lädt das Rehmann-Museum zu einer aussergewöhnlich
 en Dialogveranstaltung ein\, die genau dieses Phänomen beleuchtet.</p>\n<
 p>Unter dem Titel «Das Verborgene begreifen» diskutieren die Kantonsarch
 äologie Aargau und der blinde Experte Stefan Rehmann im Rahmen der Werksc
 hau von Mo Diener (*1961) über das Wechselspiel von Wissen\, Tastsinn und
  Spekulation in der archäologischen Forschung.</p>\n<p>In der Archäologi
 e entscheidet am Material oft nicht das Auge\, sondern die Fingerspitze. B
 ei der Bestimmung und Datierung von fragmentierten Keramikgefässen ist de
 r Tastsinn eine wesentliche Methode\, um die Materialbeschaffenheit und di
 e Tonmagerung zu erfassen. Beides gibt Hinweise auf die Herstellungstechni
 k und zeitliche Einordnung der Keramik.</p>\n<p>Doch das Gespräch an dies
 em Abend geht einen Schritt weiter und untersucht das Moment des Spekulati
 ven: Wie eine blinde Person ein Objekt über das Ertasten und die eigene E
 rinnerung im Geist zusammensetzt – und sich dieses Bild im Verlauf als T
 rugschluss erweisen kann –\, so ergeht es manchmal auch der Wissenschaft
 . Archäologie ist kein starres Faktenkonstrukt\, sondern ein permanentes
 \, dynamisches Vortasten. Archäologische Erkenntnisse werden immer wieder
  reflektiert\, erweitert und weiterentwickelt. Die Vergangenheit ist keine
  fixe Geschichte\, sondern wächst stetig mit dem Stand der Erforschung. n
 .</p>\n<p>Das Podiumsgespräch\, moderiert von Patrizia Solombrino (Rehman
 n-Museum)\, schlägt damit eine faszinierende Brücke zwischen der haptisc
 hen Erfahrungswelt blinder Menschen und der wissenschaftlichen Methodik im
  Umgang mit dem Unvollständigen.</p>\n<p><strong>Über Stefan Rehmann:</s
 trong> Stefan Rehmann ist Psychotherapeut und wohnt als Nachbar im ehemali
 gen Wohnhaus von Erwin Rehmann. Als blinder Kunstliebhaber möchte er die 
 Wahrnehmung von Kunst über den Tastsinn einem breiteren Publikum zugängl
 ich machen. Trotz seines Namens ist Stefan Rehmann nur entfernt mit Erwin 
 Rehmann verwandt.</p>\n<p><strong>Benjamin Höpfer</strong> ist Archäolog
 e und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kantonsarchäologie. Sein Spezial
 gebiet sind mittelbronzezeitliche Siedlungen und Landschaftsarchäologie. 
 Er lebt mit seiner Familie in Laufenburg.</p>\n<p><strong>Debora C. Tretol
 a Martinez</strong> ist Archäologin und Amphorenspezialistin in der Kanto
 nsarchäologie. Mit ihrer grossen Erfahrung kann sie selbst kleinste Ampho
 renfragmente ihrem Herkunftsort in ganz Europa zuweisen.</p>\n\nBoletos: h
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