BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//360exp//Calendar//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-WR-CALNAME:360exp
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
X-WR-TIMEZONE:Europe/Zurich
BEGIN:VEVENT
UID:b361a80b-6311-47c5-a634-1193502ef66f@360exp.net
SEQUENCE:29821019
DTSTAMP:20260928T120104Z
LAST-MODIFIED:20260913T005920Z
DTSTART:20270116T090000Z
DTEND:20270416T150000Z
SUMMARY:Erzählen bewegt - Seminarreihe von Januar - April 2027
LOCATION:Alters- und Pflegeheim Stadtpark Olten
DESCRIPTION:<p><strong>4 Seminare im Zeitraum von Januar - April 2027</stro
 ng></p>\n<p>Erzählkunst als lebendiges\, universelles Kulturgut Wir sind 
 erzählende Wesen. Wir teilen Erlebtes\, Gehörtes und Ausgedachtes mit un
 seren Mitmenschen. Wir erzählen\, um zu verstehen und verstanden zu werde
 n. Im Geschichtenerzählen erschaffen wir auch Wirklichkeiten – dank uns
 erer Vorstellungskraft. Doch Erzählen braucht ein Gegenüber. Zuhören is
 t ein Akt der Anteilnahme\, des Mitgestaltens. In der Wechselwirkung entst
 eht eine Energie\, die sowohl die Hörgemeinschaft als auch die erzählend
 e Person nährt und alle miteinander verbindet. Erzählen ist eine Art dir
 ekter Übermittlung\, von Mund zu Ohr. Es löst Resonanz aus\, schafft inn
 ere Bilder und weckt Erinnerungen\, stiftet Sinn\, ordnet Chaos\, bietet a
 uch Halt\, Trost und Orientierung. Vielleicht können mündlich erzählte 
 Geschichten sogar helfen\, kollektive Krisen zu begreifen\, vielleicht sog
 ar zu heilen. Denn durch Erzählen entwerfen wir uns selbst und die Welt i
 mmer neu. Wir Erzählende sind Wortkünstler:innen und haben verschiedene 
 Rollen zugleich inne. Doch sind wir uns der Rollen bewusst\, die wir einne
 hmen? Wie gehen wir mit der Fülle der Geschichten um? Wie gestalten wir d
 en Erzählstoff? Wie steht es aktuell – hier und heute - mit den Inhalte
 n der tradierten Geschichten? Was wünschen wir uns vom Erzählen heute un
 d in der Zukunft? Organisiert durch die «Kommission Veranstaltungen» der
  SMG Alice Spinnler\, Erika Hoffmann\, Irène Novak-Lüscher\, Nadja von P
 lanta.</p>\n<p><strong>1. Die Kunst des Erzählens – Vom Märchen zur Ne
 urowissenschaft&nbsp\;&nbsp\;&nbsp\;</strong></p>\n<p>Vom Märchen zur Neu
 rowissenschaft Eine interdisziplinäre Reise Samstag\, 16. Januar 2027 Erz
 ählen und Erzählforschung in Sizilien Die Brüder Grimm legten im 19. Ja
 hrhundert mit ihrer Märchensammlung den Grundstein für die Erforschung v
 on Märchen. Ein Jahrhundert später sahen Psychoanalytiker in Märchen ko
 llektive Träume\, die tief in der menschlichen Psyche verankerte archetyp
 ische Motive offenbaren. Heute betont Historiker Yuval Noah Harari die Bed
 eutung gemeinsamer Narrative als evolutionäre Erfolgsfaktoren des Homo Sa
 piens. Kommuni kationsneurobiologen untersuchen\, wie sich die Gehirne dur
 ch Geschich ten auf eine „gemeinsame Wellenlänge“ synchronisieren und
  zeigen so\, wie Erzählungen Empathie und Verständnis fördern. Damit er
 füllen Nar rative in besonderer Weise die Funktion\, soziale Bindungen zu
  stärken und die Kooperation zu fördern. Das Seminar zeigt auf\, wie Erz
 ählungen unser Selbst- und Gesellschafts verständnis prägen und unsere 
 evolutionäre Fähigkeit zur Kommunika tion und Verbundenheit unterstreich
 en. Die Erzählenden erhalten handfeste wissenschaftliche Argumente\, die 
 den Wert wirkmächtiger Narrative in Wirtschaft und Gesellschaft belegen. 
 Sie erarbeiten gemeinsam\, wie sie diese Erkenntnisse nutzen können\, um 
 Skeptiker vom Nutzen des professionellen Erzählens in Führung\, Kommu ni
 kation und Politik zu überzeugen. Dieses Wissen stärkt ihre Position als
  Experten:innen und zeigt: Erzählkunst ist kein 'softes Werkzeug'\, sonde
 rn eine durch Forschung belegbare Methode für nachhaltigen Erfolg. Refere
 nt: Dr. rer. medic. Franz Hütter. Neurowissenschaftler. www.brain.hr.de. 
 Gevelsberg Erzählerin: Erika Hoffmann. Zürich.&nbsp\;</p>\n<p><strong>2.
 &nbsp\;Erzählen\, unsere Profession</strong></p>\n<p>Samstag\, 30. Januar
  2027 «Es ist nicht meine Aufgabe zu antworten\, sondern zu erzählen» -
  Wie ist unser Selbstverständnis als Erzählende? Zu welchen Anteilen sin
 d wir Künstler\, Predigerin\, Pädagoge\, Psychologin\, Selbstdarsteller
 \, Demago gin\, Clown? – Wie ist unser Umgang mit unseren tradierten Sag
 en- und Märchen-Stoffen? Dürfen wir frei über sie verfügen\, gendern\,
  verändern? Fesseln sie uns oder verleihen sie uns Flügel? – Welche Qu
 alitätsstandards haben wir? Können wir sie klar benennen? Reicht es\, we
 nn unser Publi kum uns toll findet? Welche Rolle spielen unsere Zuhörerin
 nen über haupt? Wie kann das Erzählen tradierter Stoffe das biografische
  Erzählen stimulieren\, sprich\, wie werden unsere Zuhörer zu Erzählend
 en? Diese Fragen helfen uns\, unseren Stolz auf das Besondere des Erzähle
 ns tradierter Stoffe zu unterfüttern und unsere Selbstgewissheit tiefer z
 u ver wurzeln. Wir wollen gemeinsam fundierte Antworten finden\, stärker 
 wer den und dadurch Mut bekommen\, uns zu entwickeln und neue Wege zu gehe
 n. Wir werden vor allem in Kleingruppen arbeiten\, Erfahrungen aus tausche
 n\, unser Erzählen reflektieren und uns mit Feedback-Methoden beschäftig
 en. Bringt gerne ein kurzes Stück aus eurem Repertoire mit\, vielleicht k
 önnen wir es im Laufe des Tages als Beispiel gebrauchen.&nbsp\;</p>\n<p><
 strong>3.&nbsp\; Wir erzählen anders\, ihr auch!</strong></p>\n<p>Samstag
 \, 6. März 2027 Überall auf der Welt werden Geschichten\, Märchen\, Myt
 hen und Sagen erzählt. Aber erzählt man überall gleich? Erzählen Fraue
 n anders als Män ner\, Junge anders als Alte\, Kinder sowieso? Gibt es Un
 terschiede zwischen den Völkern\, Regionen und Kulturen? Was ist das Verb
 indende? Wann werden diese Geschichten erzählt? Immer\, oder nur zu besti
 mmten Zei ten und Gelegenheiten? Wer darf zuhören? Alle oder nur bestimmt
 e Gruppen\, auch Fremde? Gibt es Tabus? Spannende Fragen. Im Seminar werde
 n wir diesen Fragen nachgehen. Sie werden auf eine kleine Reise mitgenomme
 n. Sie hören und erfahren\, wie in anderen Kulturen erzählt wird\, wer d
 ie Erzählenden und wer die Zuhö renden sind. Der Fokus liegt auf aussere
 uropäischen Völkern und Kultu ren. Die hiesige Schweizer Erzähltraditio
 n bringen Sie selbst mit ein.&nbsp\;</p>\n<p><strong>4. Rosmarina e Cola P
 esce</strong></p>\n<p>Samstag\, 10. April 2027 Das Seminar führt uns nach
  Sizilien\, das ein eigentlicher Hotspot des Erzählens und der Märchenfo
 rschung ist. Am Vormittag befassen wir uns mit folgenden Themen: Wer erzä
 hlt\, wie und wo? Im Mittelpunkt stehen der palermitanische Arzt\, Volksku
 ndler\, Historiker und Philologe Giuseppe Pitrè\, der ein enormes Werk hi
 nter lassen hat und die Schweizerin Laura Gonzenbach\, die in Messina und 
 in der Sommerfrische am Ätna Märchen von sizilianischen Bäuerinnen und 
 Bürgerfrauen sammelte und sie ins Deutsche übertrug. Am Nachmittag unter
 suchen wir gemeinsam folgende Aspekte der Er zählforschung: Auf welche We
 ise entstanden diese repräsentativen Märchensammlungen\, wer waren die h
 erausragenden Erzählerinnen und Erzähler\, wie gingen Pitrè und Gonzenb
 ach mit dem mündlichen Erzählgut um? Blieben sie nahe am mündlichen Dis
 kurs oder veränder ten sie die Texte? Wie wurden die Märchen in Italien 
 und im Ausland rezipiert\, welche Erzählforschende haben sich damit befas
 st\, wie äussert sich darin der damalige Zeitgeist?&nbsp\;&nbsp\;</p>\n<p
 >&nbsp\;</p>\n\nBoletos: https://eventfrog.ch/de/p/kurse-seminare/kunst-ku
 ltur/erzaehlen-bewegt-seminarreihe-von-januar-april-2027-74628333904058361
 20.html
URL;VALUE=URI:https://360exp.net/events/b361a80b-6311-47c5-a634-1193502ef66
 f
STATUS:CONFIRMED
END:VEVENT
END:VCALENDAR
