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DESCRIPTION:Hatun wusste immer\, was sie will. Hatun packte ihren Koffer un
 d fuhr nach Deutschland. Ihr Mann blieb\, erst später kamen er und die Ki
 nder nach. Da hatte Hatun längst Arbeit in einem Dorf in Oberbayern gefun
 den und sich mit Klugheit\, Fleiß und Umsicht unentbehrlich gemacht. Heut
 e ist Hatun alt\, sie wird vergesslich. Aber eines hat sie gut verstanden
 \, und das vergisst sie nicht: Sinem macht Musik\, sie singt und tanzt auf
  Bühnen. Nun hat Sinem schon ihr zweites Album aufgenommen und das wird i
 hren Namen tragen: „Hatun“. Ein Bild von ihr\, der jungen Hatun\, wird
  auch auf der Platte abgebildet sein. Sinem ist ihre Enkelin\, und die wei
 ß\, was sie will.\n\n Sinem wuchs in Oberbayern auf\, am Ammersee. Sie zo
 g nach München\, wo sie noch heute lebt. Ihr Vater hatte ihr westliche Po
 pmusik vorgespielt\, die coole Variante: Tanz den Mussolini. Bei den Groß
 eltern wurde die Musik aus der Heimat gespielt und gesungen. Die Klassiker
  der türkischen Popkultur\, die wieder und wieder aufs Neue interpretiert
  werden\, oft von Sängerinnen\, deren Namen irgendwann einen mythischen K
 lang bekommen haben\, weil sie nicht einfach nur Sängerinnen sind. Sie in
 terpretieren die Texte der Dichtersänger\, der Asiks\, und sie schreiben 
 eigene. Sie sprechen von den Dingen\, um die es geht. Von der Liebe\, der 
 unerwiderten\, der unmöglichen und der verflossenen\, vom Schmerz und der
  Sehnsucht. Aber auch von dem\, was passiert\, im Dorf\, im Land\, auf der
  Welt\, von der Ungerechtigkeit und vom Widerstand dagegen.\n\n Auf ihrem 
 ersten Album „Kösk“ interpretierte Sinem solche Klassiker. Sie alle h
 atten gemein\, dass sie eine Haltung transportieren. Durch ihre Lyrics\, i
 hren Sound oder durch elegante Moves wie diesen: Das Lieds eines Machos zu
  singen\, der über eine Frau spricht. Dass es nun aber Sinems Stimme ist
 \, die diese Worte singt\, und sie sich dazu ekstatisch auf der Bühne wä
 lzt\, sagt mehr als jedes feministische Seminar. Das ist Anadolu Punk.\n\n
  Das neue Album\, „Hatun“\, beginnt mit „Ötme Bülbül Ötme“\, g
 eschrieben von Pir Sultan Abdal\, interpretiert von Sercan Öztürk und H
 üseyin Korkankorkmaz. Es ist eines der Lieder\, die Sinem bei ihren Groß
 eltern hörte. Vielleicht erzählte es ihnen über das Leben in der Fremde
 : „Sing nicht\, Nachtigall\, mein Garten ist nicht fröhlich. Aus Sehnsu
 cht nach dir vergehe ich.“ Für „Hatun“ hat sich Sinem wieder Klassi
 ker vorgenommen von Sezen Aksu\, Erkin Koray und anderen\, die eine besond
 ere Bedeutung für sie haben und sie schon lang begleiten.\n\n Sinem\, die
  Band\, in der Tom Wu für die Musik und Sinem für den Gesang verantwortl
 ich sind\, hat nun aber auch eigene Lieder geschrieben. Weil die aus ihnen
  selbst kommen\, entwickeln sie eine eigene Kraft. Der Stimme der Traditio
 n wird aus der Gegenwart geantwortet\, die Vergangenheit bildet die Echoka
 mmer für Geschichten von heute.\n\n Erwartungen\, die andere an uns heran
 tragen\, lassen uns nur zurück in die Vergangenheit und nach vorn in die 
 Zukunft schauen\, aber nie im Augenblick leben und zufrieden sein mit dem
 \, was man tut und was man ist. Sinem hat darauf eine rotzige Antwort para
 t: „Bana ne“\, ist mir egal! „Dies habe ich selbst getan. Und das ha
 be ich selbst getan. Was willst du dagegen tun? Was geht’s dich an? Ist 
 mir egal!“ So erhebt Sinem auf dem zweiten Stück des Albums ihre Stimme
  über einem muskulös rockenden Track\, der stoisch und mit festem Schrit
 t seinen eigenen Weg geht.\n\n Das soll nicht so sein\, sagen sie. Wir sol
 len tun\, was unserer Rolle entspricht. Dieses Märchen scheint Sinems Erz
 ählerin in „Masal“ den Leuten aber nicht mehr abzunehmen: Ein braves
 \, höfliches\, stilles\, süßes Mädchen bricht aus seinem Käfig aus un
 d verwandelt sich in ein mutiges\, frei lebendes\, geflügeltes Mädchen. 
 Oder ist diese schöne Geschichte ihrer Befreiung nur ein weiteres Märche
 n\, zu dem das Mädchen wieder nur brav nicken darf?\n\n „Asla!“ ist e
 in Banger\, nicht einmal zwei Minuten lang. Er handelt von einem Tabu\, da
 s eher Frauen trifft als Männer. Man soll sich nicht zu weit aus dem Fens
 ter lehnen. „Niemals!“\, damit das Gegenüber nicht auf die Idee kommt
 \, dass man sich für etwas Besseres hält\, weil man gewisse Talente besi
 tzt. „Ichbewahre die geheimsten Worte. Ich teile sie nicht\, niemals tei
 le ich sie. Ich singe die schönsten Lieder. Schau mich nicht an\, schau m
 ich lieber nicht an.“\n\n In „Agatha Christie“\, dem letzten der von
  Sinem selbst geschriebenen Lieder auf dem Album\, wird ein Suchscheinwerf
 er auf jene Männer geworfen\, die im Schatten der patriarchalischen Verh
 ältnisse Frauen auf der Straße mal wie nebenbei\, mal ganz unverschämt 
 anstarren und so zu Dingen machen\, die es zu beurteilen und zu besitzen g
 ilt. „Ihre Gesichter sind maskiert\, verhüllt in der Dunkelheit der See
 le. An jeder Ecke warten sie.“ Agatha Christie wohnte oft im Pera Hotel 
 im Istanbuler Viertel Beyoglu. Ebendort lebte auch Sinem zwei Jahre lang\,
  ging jeden Tag unter den Blicken der Maskierten. Jetzt schaut sie zurück
 \, und wirft ihre Verhüllung ab: Wir sehen euch\, und wenn wir euch sehen
 \, wird euch das Gaffen schon vergehen.\n\n Tom Wu hat jedem Song eine eig
 ene\, individuelle Note gegeben\, verschiedene Gitarristen haben ihre Riff
 s dazu eingespielt. „Hatun“ groovt lässig vor sich hin und spiegelt s
 o das Selbstbewusstsein von Sinem\, die selbst zu sprechen begonnen hat 
 – poetisch und souverän. Sie nimmt sich nun auch in den Worten ihren Pl
 atz. Wer erzählt\, was ist\, hat das Sagen.\n\n Hatun ist stolz auf ihre 
 Enkelin\, und ihre Enkelin ist stolz auf sie.\n\n ____________________\n\n
  Peki Momés is a Turkish artist living in Germany\, started to record mus
 ic by accident in 2023. Infusing her vocals with a unique blend of intuiti
 on and uncompromising authenticity\, Peki Momés brings a fresh perspectiv
 e to the world of groove music. \n\n The musical approach of the artist (
 although it's hard to pin down) can be categorized into terms like Turkish
  disco\, dancefloor jazz or Turkish city pop. Peki Momés' music is an ecl
 ectic mix of sounds from the global underground\, tastefully crafted by pr
 oducer Dustin Braun and a troupe of ridiculously talented jazz musicians. 
 Dirty disco\, fuzzy funk\, anatolian rare grooves\, experimental synth\, l
 ibrary music and japanese city pop all blend naturally with her distinct v
 ocals to create a unique ethereal outernational sound that is all her own.
 \n\n Ever since her debut 45 on Mocambo Records\, Peki Momés has become a
  little sensation in and outside the organic groove scene: turntablist DJ 
 Koco played doubles of „Göc Mevsimi“ in his set\, Iggy Pop announced 
 „Rüya“ on his „Iggy Confidential“ show on BBC and the second viny
 l single surprised everyone with a mesmerizing cover of Marco Valle's much
  loved „Estrelar“ in the Turkish language. Both records sold out quick
 ly and are already in the bags of tastemakers like Coco Maria.\n\n With he
 r debut album out on September 2025\, Peki Momés is now telling her full 
 story. Displaying a young Peki on the cover\, the artwork hints at the fre
 shness and enthusiasm of the project. She started touring with a full band
  in support of the album.\n\nBoletos: https://www.tixforgigs.com/Event/750
 70/sinem-peki-momes-conne-island-leipzig
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