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LOCATION:Neuberinhaus
DESCRIPTION:Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch\nSzenische Lesung vo
 n Wilfried Pucher\n\nAls Johann Jakob Christoffel von Grimmelshausen 1668 
 seinen Roman „Der abentheuerliche Simplicissimus Teutsch“ veröffentli
 chte\, hatte der 30-jährige Krieg (1618-1648) Deutschland in Schutt und A
 sche gelegt. Der Krieg stellte alles bis dahin Gewesene in den Schatten: K
 annibalismus brach aus\; Seuchen und mit dem Krieg einhergehende Hungersn
 öte rafften über die Hälfte der Bevölkerung dahin. Die Äcker und Stä
 dte waren verwüstet\, die Sitten der Überlebenden wölfisch. Die Gräuel
 taten endeten erst\, als auf allen beteiligten Seiten das Geld ausging.\n
 \nDieser Untergangsstimmung trat Grimmelshausen mit Humor und erzählerisc
 her Verve entgegen und schuf eines der bedeutendsten Werke des Barock. DER
  ABENTHEUERLICHE SIMPLICISSIMUS TEUTSCH ist nicht nur ein Meilenstein in d
 er Literaturgeschichte\, sondern auch ein Kriegsreport über den Dreißigj
 ährigen Krieg. Aus der Sicht eines 10jährigen Bauernjungens schildert Gr
 immelshausen in deftiger volksnaher Sprache die Grausamkeit des Krieges\, 
 die Gräueltaten und Gewalt der Soldaten\, das Leiden der einfachen Leute
 \, ihren Lebenskampf\, die seelische Verrohung und den Verfall der Sitten.
 \n\nDer 1940 bei Greiz geborene Schauspieler Wilfried Wieland Pucher war n
 ach einem Engagement am Geraer Theater von 1971 bis 1991 als bekannter Fer
 nsehschauspieler im DDR Fernsehen präsent. 1987 erhielt er den Kunstpreis
  der DDR und war auch nach der Wende sehr erfolgreich auf den Bühnen Deut
 schlands aktiv. Aber auch für den „Polizeiruf 110“ stand er immer wie
 der vor der Kamera. Pucher liest den witzigen und bewegenden Text in der n
 ur geringfügig an die heutige Sprache angepassten Originalsprache und ver
 mag es\, diese nach kurzer Eingewöhnung verständlich und lebendig zu mac
 hen.\n\nEs ist erschreckend\, dass dieser 350 Jahre alte Roman heute wiede
 r herangezogen werden kann\, um aktuelle Geschehnisse zu spiegeln und zu r
 eflektieren. Aber gegenwärtiges Leid\, Willkür und Gewalt auf den zahlre
 ichen aktuellen Kriegsschauplätzen werden durch Grimmelshausens Schilderu
 ngen wieder greifbar nahe.\n\nSchauspieler:  Wilfried Wieland Pucher\nMusi
 kalische Begleitung: \nText/Dramaturgie: Gisela Hug\nProduktionsleitung: D
 r. Claudia Tittel\n\nBoletos: https://www.reservix.de/tickets-simplicissim
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