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SUMMARY:WURZELN & AUFBRUCH
LOCATION:Yehudi Menuhin Forum
DESCRIPTION:<p>ANTONÍN DVOŘÁK (1841–1904)\n <br>\n Streichquartett Nr
 . 12 in F‑Dur\, op. 96 „Amerikanisches Quartett“\n <br>\n SÁNDOR VE
 RESS (1907–1992)\n <br>\n Streichquartett Nr.&nbsp\;1\n <br>\n ***\n <br
 >\n GEORGE ENESCU (1881–1955)\n <br>\n Oktett für Streicher in C–Dur\
 , op.&nbsp\;7</p>\n<p>In unserem Eröffnungskonzert stehen drei Komponiste
 n aus Osteuropa im Fokus – jeder tief verwurzelt in seiner Heimat\, doch
  zugleich geprägt durch Erfahrungen in der Fremde:\n <br>\n Sandor Veress
  als Ungar in Siebenbürgen und später in Bern\, George Enescu in Rumäni
 en\, Wien und Paris sowie Antonín Dvořák in Böhmen und in seinen spät
 en Jahren in Amerika.</p>\n<p>Während seiner Zeit als Kompositionslehrer 
 und Direktor des New Yorker Konservatoriums (1892–1895) setzte sich Dvo
 řák intensiv mit der amerikanischen Kultur auseinander. In seinem „Ame
 rikanischen Quartett“ verschmelzen Natureindrücke aus seinen Sommerferi
 en am Turkey River in Iowa – etwa der Ruf des roten Tanagra im Scherzo 
 – mit Elementen der Musik indigener Völker sowie schottischen und irisc
 hen Volksmelodien der Siedler. Wunderbar beschwingt und stimmungsvoll beza
 ubert dieses Quartett immer wieder von neuem. Volksmusikalische Elemente s
 ind auch in Sándor Veress’ erstem Streichquartett unüberhörbar. Denn 
 er kannte sich aus in der Volksmusik des Balkans: Als Schüler von Bartok 
 und Kodaly half er in den dreissiger Jahren bei der Sammlung ungarischer V
 olkslieder mit. 23 Jahre alt war Veress\, als er diese volksmusikalischen 
 Einflüsse mal poetisch-melancholisch\, mal mitreissend rhythmisch in eine
 r zuweilen heftig dissonanten modernen Musiksprache in seinem Quartett ver
 arbeitete. Höhepunkt des Abends bildet der Geniestreich eines 19-Jährige
 n aus dem Jahr 1900: Der gefeierte Violinvirtuose und Komponist George Ene
 scu vereint in seinem monumentalen Streichoktett Einflüsse aus Wien und d
 em Pariser Fin de siècle\, aber auch Volksmelodien aus seiner rumänische
 n Heimat. Entstanden ist ein Werk von ganz eigener Prägung: spätromantis
 ch-schwelgerisch mit ätherisch berückenden Streicherklängen\, rhythmisc
 h packend und immer wieder kühn die klassische Harmonik durchbrechend\, l
 ässt dieses grossartige Meisterwerk den fiebrigen Aufbruch in die Moderne
  an der Schwelle zum 20. Jahrhundert erahnen.</p>\n\nBoletos: https://even
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