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SUMMARY:Fabian. Der Gang vor die Hunde
LOCATION:Theater RambaZamba
DESCRIPTION:„Ich saß in einem großen Wartesaal\, und der hieß Europa. 
 Acht Tage später fährt der Zug. Das wusste ich. Aber wohin er fuhr und w
 as aus mir werden sollte\, das wusste kein Mensch. Und jetzt sitzen wir wi
 eder im Wartesaal\, und wieder heißt er Europa! Und wieder wissen wir nic
 ht\, was geschehen wird. Wir leben provisorisch!“\n\nAls der arbeitslose
  Werber Fabian nach der letzten und vor der nächsten durchzechten Nacht a
 n der populären Pommesbude der Metropole erwacht\, findet er sich in unge
 heuren Zuständen wieder. Den letzten Krieg im Rücken\, die nächsten im 
 Kopf gibt sich die Bevölkerung hingebungsvoll dem Hedonismus hin. „Herr
 lich“\, denkt sich Fabian und schlummert beruhigt wieder ein. Kurz darau
 f versammelt sich eine kleine Gruppe besorgt um den regungslosen jungen Ma
 nn. Zwei vervetterte Betreiber einer populären Pommesbude der Metropole\,
  eine Kennerin des internationalen Filmrechts\, ein aufstrebender Germanis
 t in Lederslacks\, die Männerbordellbetreiberin Frau Moll und eine kommun
 istische Drag-Queen fragen ihn: „Junger Mann\, was nun?“ Dieser erwach
 t und entgegnet: „Soll ich hingehen oder nicht? Wozu soll ich vorwärtsk
 ommen? Wofür und wogegen? Warum sitz ich nicht zuhause bei meiner Mutter
 \, wo man den Untergang Europas genauso gut abwarten kann? Was macht die K
 ugel in meiner linken Arschbacke? Wer macht meiner Mutter Tee? Wann kommen
  wir an und in welcher Begleitung? Ist\, wenn die Kriege aus sind\, Friede
 n?“ \nGemeinsam entschließt man sich zu weiteren Untersuchungen in die 
 Cousine weiterzuziehen.\n\nErich Kästners Großstadtroman von 1933 zeichn
 et ein hellsichtiges Porträt einer Gesellschaft im Umbruch. Mit scharfem 
 Witz\, grotesker Überzeichnung und tiefer Melancholie schildert Kästner 
 das Berlin der späten Weimarer Republik\, eine Welt voller politischer Ra
 dikalisierung und moralischer Verwahrlosung\, in der sich niemand mehr daz
 u herablassen mag\, dem anderen zuzuhören. Im Zentrum steht bei Kästner 
 der junge Fabian als ironischer Beobachter\, der nicht ins Handeln findet
 \, in den Wirbeln der Großstadt abgetrieben wird und einsam untergeht. Of
 t werden die gespenstischen Parallelen des Romans zur Gegenwart als Prophe
 zeiung einer Wiederkehr der selbigen und absoluten Katastrophe gelesen.\n
 \nIm RZt will man nicht auf den kulturpessimistischen Entwurf eines unumg
 änglichen Untergangs vertrauen und lässt Fabian nicht allein durch die G
 roßstadt taumeln. Eine Gruppe Außenseiter diskutiert gemeinsam die Fragi
 lität von Moral\, Empathie und Widerständigkeit inmitten heutiger Krisen
 erfahrungen in Form eigener Texte\, Drag-Show-Elementen und der wummernden
  Beats der Hausband 21 downbeat. So entsteht ein flimmerndes Stadtbild von
  Berlin\, das man in dieser Form wohl nur im RZt erleben kann.\n\nGeförde
 rt vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesr
 egierung für Kultur und Medien sowie aus Mitteln der Senatsverwaltung fü
 r Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.\n\nBoletos: https://www.rese
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