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SUMMARY:Lena Schätte liest - Das Schwarz an den Händen meines Vaters
LOCATION:Bruckstadel
DESCRIPTION:Im Frühjahr dieses Jahres erhielt Lena Schätte den renommier
 ten Ingeborg-Bachmann-Preis gleich zweimal\, sowohl den Publikumspreis als
  auch den Hauptpreis\, den Preis der Jury\, und selten sprach sich eine Ju
 ry so einmütig für eine Siegerin aus wie diesmal. Mit ihrem ein Jahr vor
  dem Siegertext erschienenen Roman „Das Schwarz an den Händen meines Va
 ters“ ist ihr ein bewegendes Buch über das Aufwachsen in einer Familie 
 aus den sogenannten einfachen Verhältnissen gelungen\, für das sie neben
  zahlreichen Auszeichnungen auch für den Deutschen Buchpreis 2025\, Longl
 ist\, nominiert wurde.\n\nLena Schätte\, 1993 in Lüdenscheid geboren\, d
 ebutierte 2014 mit dem Roman „Ruhrpottliebe“ und arbeitete als Psychia
 triekrankenschwester\, bevor sie ein Studium des literarischen Schreibens 
 in Leipzig aufnahm. „Das Schwarz in den Händen meines Vaters“ ist ein
  harter\, zarter Roman\, ehrlich und roh\, aber zugleich liebevoll. Wenn e
 s darauf ankommt\, hält die Familie zusammen. „Motte“ wird die Erzäh
 lerin von ihrem Vater genannt\, aber eigentlich hat sie ja zwei Väter\, w
 ie sie nüchern feststellt\, einen Vater\, der mit ihr und ihren Geschwist
 ern Verstecken spielt\, und einen\, der alkoholisiert im Garten seinen Rau
 sch ausschläft. Aber auch Motte bleibt nicht nüchtern\, sie trinkt sich 
 an Wochenenden weit weg in eine andere Welt. Der unstillbare Durst\, der b
 eide verbindet\, ist eigentlich ein Durst nach Liebe und Anerkennung. Mott
 e ist verletzlich\, aber auch stark\, sie liebt ihrem suchtkranken Vater\,
  auch als er seine Arbeitsstelle verliert und ein Pflegefall wird. Und sie
  weiß\, wann es Zeit wird\, Abschied zu nehmen\, vom Vater und vom Alkoho
 l.\n\n15 Jahre\, berichtet „Deutschlandfunk Kultur“\, hat Lena Schätt
 e gebraucht\, bis dieser kompakte Roman fertiggestellt war\, ein Text\, in
  den zwar eigene Erfahrungen eingeflossen sind\, der aber nicht als autobi
 ografisch missverstanden werden darf. Trocken und knapp erzählt Lena Sch
 ätte eine exemplarische Geschichte\, sie urteilt nicht\, und verurteilt n
 icht. Der Text folgt nicht einem chronologischen Prinzip\, sondern setzt d
 ie Bruckstücke des Alltags zu einem vielgestaltigen Mosaik des Erinnerns 
 zusammen.\n\n„Es ist einfach toll“\, schwärmt Elke Heidenreich\, „e
 s ist ein Dorfroman\, ein Familienroman\, ein Suchtroman ... Ein ganz gro
 ßartig liebevolles\, auch nüchtern sachliches Buch.“ Und was Thomas St
 rässle von der Jury des Bachmann-Preises in seiner Laudatio über Schätt
 es Siegertext sagt\, gilt auch für den Roman: „Der Text geht ohne viel 
 Spektakel in jedes Extrem und hat hinter jedem Wort eine unglaubliche Wuch
 t. Das ist für mich ein Zeichen großer Literatur.“ Es ist ein Buch\, d
 as am Ende Hoffnung verbreitet. Motte sagt über ihren Vater am Schluss: 
 „Er lächelt. Wir sind nüchtern und erwachsen.“\n\nLesung und Diskuss
 ion  / Foto: Boris Breuer\n\nBoletos: https://www.reservix.de/tickets-lena
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