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SUMMARY:König UBU – nach Alfred Jarry
LOCATION:Theater Fadenschein
DESCRIPTION:Eine trashige Kasperliade für Erwachsene und Jugendliche ab 1
 4 Jahren\n\nGurke oder Kaktus sein – welche Strategie ist die richtige u
 m zu überleben? Zwei Damen beschließen ihrer Nettigkeit Adieu zu sagen u
 nd sich in Böswillen zu üben. Dazu zerren sie Alfred Jarrys bitterböse 
 Kasperl-Groteske vom gierig – grausamen und feigen König UBU und seiner
  nicht minder schlimmen Gattin auf die Bühne: Mutter UBU überredet Vater
  UBU\, den König von Pompolonien zu ermorden\, sich an seine Stelle zu se
 tzen und sich unermesslich zu bereichern. Das Attentat gelingt\, UBU wird 
 König\, beschenkt und bescheißt sein Volk und metzelt seine potentiellen
  Gegner aus dem Weg. Und die Damen? Müssen feststellen\, dass auch Kaktee
 n eingehen\, wenn man sie zu heftig gießt. \n\nEine Koproduktion mit dem 
 Theatre Octobre Brüssel. In Kooperation mit dem FITZ! Zentrum für Figure
 ntheater Stuttgart und dem Puppentheater Magdeburg. \n\nGefördert von der
  Stadt Stuttgart\, dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden-Würt
 temberg und dem Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten de
 r Bundesregierung für Kultur und Medien.\n\nPRESSE 1:\nK Ö N I G  U B U 
 „STACHELN STATT NETTIGKEIT“ \nMit einer Kasperl-Groteske und Slapstick
  eröffnete das Ensemble Materialtheater Stuttgart die Figurentheaterreihe
  „Unikate“ Jana Breuling\, Schwäbisches Tagblatt\, 02.10.2021\n\n„B
 is Sonntag spielten renommierte Ensembles im Rottenburger Theater am Torbo
 gen und zeigen die Vielfalt des Figurentheaters. Zu der ersten Vorstellung
  fanden sich knapp 20 Zuschauerinnen und Zuschauer ein. Bereits zu Beginn 
 der Vorstellung faszinierte das originelle Bühnenbild: Ein großer\, mobi
 l einsetzbarer Bambusrahmen lenkte die Blicke und manifestierte den Ort de
 s Geschehens. Töpfe mit künstlichen Kakteen unterschiedlichster Formen u
 nd Größen bevölkerten die Bühne. Daneben gab es Tischlein\, Hocker und
  Bambuskonstruktionen\, die als Fortbewegungsmittel dienten. Sonnenbrillen
 \, Löffel mit aufgeklebten Augen\, Schuhe mit Applikationen\, Handschuhe 
 und schrille Kostüme\, wurden flexibel ausgetauscht\, je nachdem welche C
 haraktere die beiden Schauspielerinnen Sigrun Kilger und Annette Scheibler
  vom Materialtheater Stuttgart zum Leben erwecken wollten.\n\nDen beiden g
 elang es auf faszinierende Weise\, dem Publikum zu vermitteln\, wie fessel
 nd\, amüsant\, und tiefgreifend Figurentheater für Erwachsene sein kann.
  In der Inszenierung „König Ubu“ von Alfred Jarry ging es um Überleb
 ensstrategien. Das Stück baute sich aus zwei Handlungsebenen auf. Da gab 
 es zwei Damen\, die gemeinsam beschlossen\, ihre Nettigkeit abzulegen und 
 sich verstärkt in Böswillen zu üben. Dazu brachten die beiden das Stüc
 k „König Ubu“ auf die Bühne. Hingebungsvoll erweckten Kilger und Sch
 eibler die Figuren zum Leben\, die durch den Einsatz weniger Requisiten\, 
 pantomimischer Stilmittel und treffender Worte schon bald die Blicke und E
 motionen des Publikums fesselten. Das fulminante Schauspiel der beiden Dar
 stellerinnen war geprägt von einer Ausdauer\, in der die Verschmelzung zw
 ischen ihnen und den darstellenden Figuren in achtzig Minuten durchweg gel
 ang. Leidenschaftlich verkörperten sie den gierig-grausamen und feigen K
 önig Ubu und seine ebenso böse Gattin Mutter Ubu. Beide wollten den Kön
 ig von Pompolonien ermorden\, um sich auf dessen Thron zu setzen. Heimtüc
 kisch planten sie das Attentat und setzten es erfolgreich um. König Ubu m
 utierte schon bald zum Massenmörder und Diktator\, der sein Volk an der N
 ase herumführte. Dabei gelang immer wieder der Wechsel in die zweite Hand
 lungsebene\, wo sich die zwei Damen über ihre verzweifelten Versuche aust
 auschen\, nicht mehr so nett zu sein.\n\nDas Stück war gespickt mit ausge
 klügelten Zweideutigkeiten\, höchst amüsanten\, pikanten und leidenscha
 ftlichen Wortspielereien\, wobei sich die Darstellerinnen sowohl in ihrer 
 Sprache\, Mimik\, Gestik und ihrem Gefühl der Handlung komplett hingaben\
 , das Publikum mitrissen und prächtig unterhielten. Oft gab es begeistert
 es Lachen\, Überraschungsmomente\, Aha-Erlebnisse\, gefolgt von absolutem
  Mitgefühl.“\n\n\nPRESSE 2:\n\n“DADA MIT STACHELN”\n\nPremiere im F
 igurentheater Stuttgart: Materialtheater und Théâtre Octobre zeigen „K
 önig UBU“ nach Alfred Jarry\, Brigitte Jähnigen\, Stuttgarter Nachrich
 ten / Stuttgarter Zeitung\n\n“Was wirkt stärker? Gut zu sein\, oder bö
 se? In einer Neufassung des Vor-dada-Stücks „König Ubu“ von Alfred J
 arry treiben Sigrun Kilger und Annette Scheibler in einer Inszenierung des
  Ensemble Materialtheater und des Théâtre Octobre Brüssel die Frage wor
 twörtlich auf die Spitze. Genauer gesagt auf die Stacheln unzähliger Kak
 teen. Denn für das absurdkomische Spiel über niedrige Instinkte\, Habgie
 r und Machtmissbrauch schicken sie zur Premiere am Donnerstagabend Kakteen
  aus ihrer Figurenwerkstatt ins rasant gespielte Vergnügen.\n\nAls Bühne
  auf der Bühne dient ein großer\, mobiler Rahmen. Erzählt wird der klas
 sische Fall eines Königsmordes. Doch der Nachfolger Vater Ubu erweist sic
 h als Diktator im Reich der Kakteen. In einer aberwitzigen Szene bauchpins
 eln Günstlinge den Usurpator\, im Gegenzug schreddert er die Richter. Zu 
 synkopischen Rhythmen und rockigen Gitarrenriffs (Musik: Andreas Grossmann
  und Daniel Kartmann) galoppiert Ubus stacheliges Heer gen Russland.\n\nMe
 nschen werden als Gurke geboren \n\nImmer Aufs Neue fasziniert der Ideenre
 ichtum der Figurenspielerinnen. König Ubu ist ein dickbäuchiger Kaktus\,
  seine Gattin eine kaktusnasige Stange. Der Zar ist ein glänzender Stiefe
 l mit farbiger Bordüre und Fellwuschel auf dem Kopf. Unzählige Handschuh
 e agieren als Figuren oder Sprechwerkzeuge. Ganz leicht und nicht moralisi
 erend wird erzählt. Lustvoll debattieren die beiden Spielerinnen die Frag
 e\, ob jemand als Kaktus oder als Gurke geboren wird. Fazit: Menschen werd
 en als Gurke geboren\, weil sonst die Geburt zu schwierig wäre. Die Verkn
 üpfung von klassischem Sujet mit aktuellen Bezügen gelingt inhaltlich ni
 cht immer schlüssig\, passt aber in den absurden Kontext des von Regisseu
 r Alberto García Sànchez geführten Klassikers. Denn letztlich enden all
 e guten Absichten in neuen Bosheitsfantasien. Das Premierenpublikum ist be
 geistert.”\n\n14+ | 80 Minuten\nEnsemble Materialtheater\, Stuttgart | R
 egie: Alberto García Sánchez | Spiel: Annette Scheibler\, Sigrun Kilger 
 | Musik: Andreas Grossmann\, Daniel Kartmann | Figuren & Objekte: Ensemble
  | Ausstattung & Bühne: Ensemble | Lich: Luigi Consalvo | Assistenz: Barb
 ara Schmitz-Lenders\, Julia Hagen\n\nBoletos: https://www.reservix.de/tick
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