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LOCATION:Ballhaus Naunynstraße
DESCRIPTION:Porträtperformance Natasha Vergilio\n\n– Während der Auffü
 hrung wird Stroboskoplicht verwendet!\n\nauf Portugiesisch mit Englischen 
 ÜT\n\nDer Körper ist das Medium\, um in immer neue Welten vorzudringen. 
 Der Körper ist unterdrückt\, der Körper ist frei. Natasha Vergilios Kun
 st besteht darin\, mit der Fliehkraft der eigenen Körperbewegung in neue 
 Räume vorzustoßen\, für sich und für andere – nun zeigt sie Gira\, i
 hre Porträtperformance am Ballhaus Naunynstraße!\n\nWenn sie zurückscha
 ut\, sieht sie im sandigen Boden die Spuren vieler Füße. Ist das Ich all
 ein? Im europäischen\, marktförmigen Denken ist das Ich ein autonomer Pu
 nkt\, weniger als ein Stern. Wahrscheinlicher ist aber: das Ich ist uma ba
 nda. Wir sind\, weil andere vor uns waren. Und andere mit uns sind.\n\nTag
 täglich wird eingeübt\, nicht aufzufallen\, nicht zu missfallen\, keine 
 Angst zu wecken. Das Patriachat nimmt Zeit und Energie. Natasha Vergilio t
 anzt\, denn geerbt sind nicht nur die Techniken des gesenkten Blicks\, son
 dern auch die Kraft und der Mut aufzufallen\, das Gegenüber zum Schwingen
  zu bringen und das Leben hervorzubringen. Sie tanzt\, weil einige vor ihr
  den Boden gefestigt haben\, Begriffe erfanden wie „queer“ und „non-
 binär“\, weil sie Beziehungen entwickelten. Sie tanzen\, weil das Ich s
 o viele sind: Vorfahrinnen\, Geister und Gesandte\, pomba giras\, weil sie
  vielleicht bereits gelebt haben und somit das Leben kennen\, weil sie nic
 ht allein sind. Sie tanzen\, um im Widerstand die Schwingung zu erzeugen\,
  die das Leben lebendig sein lässt\, um Funken zu schlagen.\n\nNatasha Ve
 rgilio verneigt sich an diesem Abend vor der weiblichen Seite ihrer Famili
 e\; indem sie aufrecht\, in Kreisen voran\, neue Räume ertanzt.\n\nPortr
 ätperformances sind ein Wagnis: Hier zählt nicht das Rollenprofil\, das
 \, was man schon immer gemacht hat\, weil Andere\, Regisseur*innen und Pro
 duzent*innen\, das „in“ einem sehen\, sondern das\, was man selbst erz
 ählen will. PORTRÄT ist die Einladung an Künstler*innen\, sich und das
 \, was ihnen wichtig ist\, zu zeigen. Es ist die Einladung an das Publikum
 \, Künstler*innen in bisher nicht gesehener Komplexität zu begegnen.\n\n
 \nFoto: Zé de Paiva\n\nBoletos: https://www.reservix.de/tickets-gira-in-b
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