BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//360exp//Calendar//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-WR-CALNAME:360exp
REFRESH-INTERVAL;VALUE=DURATION:PT1H
X-PUBLISHED-TTL:PT1H
X-WR-TIMEZONE:Europe/Berlin
BEGIN:VEVENT
UID:e10ff412-39e7-4e75-bc4a-cdfa5749f6d3@360exp.net
SEQUENCE:29824882
DTSTAMP:20260928T002340Z
LAST-MODIFIED:20260915T172202Z
DTSTART:20261203T183000Z
SUMMARY:London Philharmonic Orchestra
LOCATION:Heinrich-Lades-Halle
DESCRIPTION:Patricia Kopatchinskaja – die unwiderstehliche Naturgewalt un
 d Troubadourin der geigerischen Weltklasse\n\nPatricia Kopatchinskaja ist 
 vielleicht die eigenwilligste\, spannendste Geigerin unserer Zeit\, die mi
 t der Freiheit und Fröhlichkeit einer Pippi Langstrumpf über ihre teils 
 provozierend modernen Programme entscheidet. In Erlangen ist sie mit Schos
 takowitschs Violinkonzert Nr. 2 zu erleben\, das ihr auf den geigerischen 
 Leib geschrieben sein dürfte.\n\nDie aus Moldawien stammende Künstlerin 
 tritt meistens barfuß auf\, um „direkte Verbindung mit der Erde“ zu h
 aben\, denn sonst würde sie „abheben“\, wie sie lachend bekundet. Da 
 passt es auch\, dass sie in der internationalen Welt der Geigerinnen und G
 eiger als „unwiderstehliche Naturgewalt“ bezeichnet wird.\n\nDas gilt 
 vor allem\, wenn sie moderne Werke herausfordert. Und das tut sie gern! Pa
 tricia Kopatchinskaja entfacht mit ihrem Temperament\, ihrer emotionalen u
 nd eigenwilligen\, exaltierten Spielweise in jedem Werk\, auch in den „k
 lassischen Violinhits“\, einen Tornado.\n\nDie 43-jährige Geigerin\, di
 e mit ihren Eltern – beide bekannte Virtuosen der moldawischen Volksmusi
 k – seit ihrem 13. Lebensjahr in Wien aufwuchs und studiert hat\, kompon
 iert leidenschaftlich gern. Das hat sich auch auf ihre Interpretationsweis
 e ausgewirkt: „Wenn ich etwas interpretiere\, stelle ich mir vor\, dass 
 ich\nder Komponist bin\, dass die Musik mit aller Wichtigkeit und Dringlic
 hkeit in diesem Moment auf der Bühne geboren werden muss. Was man auch sp
 ürt\, wenn man selbst komponiert: Der aufgeschriebene Ton ist nicht alles
 .“\n\nIn Erlangen werden die Ausbrüche der wilden Geigerin zusammen mit
  dem London Philharmonic Orchestra unter der Leitung des Chefdirigenten Ed
 ward Gardner in Schostakowitschs Violinkonzert sicherlich spannend: „Je 
 mehr man riskiert\, desto näher ist man der Wahrheit. Weil man sich auf M
 essers Schneide bewegt. Wenn man sich immer nur wiederholt\, hat das nicht
 s mit Kunst zu tun. … Es muss immer eine Revolution stattfinden\, ein Pr
 otest\, eine Konfrontation.“\n\nDieser revolutionäre Geist befördert P
 atricia Kopatchinskajas Vorliebe für moderne Musik\, Stücke zeitgenössi
 scher Komponisten. Neue Musik ist für die interessante Künstlerin „ein
  Fenster in die Freiheit.“\n\nIhre Mission sieht sie folgendermaßen: 
 „Die zeitgenössische Musik ist eine Sprache\, die wir verlernt haben. W
 ir müssen also mehr vermitteln\, Theater spielen\, ein bisschen inszenier
 en. Musik ist keine Konsumwelt. Ich bin doch eher so etwas wie eine Kabare
 ttistin. Kabarettisten befassen sich mit aktuellen Themen\, geben etwas Ei
 genes hinzu und ziehen damit von Ort zu Ort. So sollten auch wir Musiker d
 urch die Welt ziehen – wie Troubadoure.“\n\nKopatchinskaja folgert dar
 aus für den Konzertbetrieb: „Für mich war es als Studentin nie interes
 sant\, das Brahms-Violinkonzert aufzupolieren\, sondern Stücke meiner Kol
 legen zu probieren. Wie Brahms klingen soll\, wird unterrichtet. Aber das 
 interessiert mich nicht\, sondern wie etwas klingen könnte. Einmal saß i
 ch irgendwo in Deutschland in einem Restaurant und merkte\, dass Steffi Gr
 af und Andre Agassi am Nachbartisch sitzen. Ich fragte mich: Kommen die he
 ute Abend wohl in mein Konzert? Und ich dachte: Nein. Warum nicht? Weil ma
 n in einem klassischen Konzert weiß\, wie’s ausgeht\, im Sport nicht. E
 s ist zu vorhersehbar\, was wir machen\, und wir spielen immer dasselbe. D
 as ist auf eine gewisse Art so degeneriert und versteinert\, dass wir uns 
 fragen müssen: Hat das noch etwas mit Zukunft\, geschweige denn mit heute
  zu tun?“\n\nNach Ansicht der Jury für die Musikpreise der Royal Philha
 rmonic Society ist Patricia Kopatchinskaja nicht nur eine der „fantasiev
 ollsten Geigerinnen\, die es heute gibt“\, sondern sie ist auch fähig\,
  Kolleginnen und Kollegen zu elektrisieren und die Hörerschaft zu hypnoti
 sieren.\n\n„Wenn sie sich mit den düsteren Emotionen der Meisterwerke d
 es 20. Jahrhunderts auseinandersetzt oder wenn sie neue Werke vertritt\, s
 o ist sie so unwiderstehlich wie eine Naturgewalt: leidenschaftlich\, hera
 usfordernd und völlig eigenständig in ihrer Sichtweise.“\n\nPatricia K
 opatchinskaja lebt in Bern. Sie ist verheiratet und hat eine Tochter.\n\nD
 ie Moldawierin hat inzwischen die Schweizer Staatsbürgerschaft angenommen
 .\n\nText: Johanna Wilhelmi\n\nBoletos: https://www.reservix.de/tickets-lo
 ndon-philharmonic-orchestra-in-erlangen-heinrich-lades-halle-am-3-12-2026/
 e2557398
URL;VALUE=URI:https://360exp.net/events/e10ff412-39e7-4e75-bc4a-cdfa5749f6d
 3
STATUS:CONFIRMED
END:VEVENT
END:VCALENDAR
