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SUMMARY:AuditivVokal & Gerald Eckert
LOCATION:kubic - Großer Saal
DESCRIPTION:Das Requiem von Johannes Ockeghem ist ein legendäres Werk. Es 
 gilt als älteste erhaltene mehrstimmige Vertonung der Missa pro defunctis
 \, der lateinischen Totenmesse. Komponiert hat Ockeghem das Requiem vielle
 icht zum Tod des französischen Königs Karl VII. 1461 oder seines Nachfol
 gers Ludwig XI. im Jahr 1483\, in deren Dienst Ockeghem als einer der dama
 ls berühmtesten Sänger aus Flandern stand. Womöglich hat er es sogar f
 ür sich selbst geschrieben. Es ist ein vielschichtiges Werk\, nur unvolls
 tändig überliefert\, aber seine stilistische Bandbreite ist riesig – s
 ie reicht von improvisiert anmutenden Passagen in Terz- und Sextparallelen
  und steigert sich bis zur ausgefeilten\, kontrapunktisch verschlungenen S
 timmführung im Offertorium.\n\nDer in Nürnberg geborene und in Eckernfö
 rde lebende Komponist Gerald Eckert macht Ockeghems Requiem zum Ausgangs- 
 und Bezugspunkt einer eigenen Komposition. Er verknüpft die Sätze der Me
 sse zum einen mit Zwischenmusiken für Stimmen\, partiell erweitert durch 
 Elektronik\, die jedoch eine eigene Klangfaktur aufweisen.\n\nAndererseits
 \, so Gerald Eckert\, „soll die Komposition eine Art Weiterführung\, ei
 ne Reaktion auf die Unvollständigkeit des Requiems sein\, die ihren Ausga
 ngspunkt so definiert\, dass Ockeghems Werk als eine Art Strukturgerippe z
 ugrunde liegt\, jedoch kaum mehr erkennbar durchscheint.“\n\nAlte und Ne
 ue Musik befruchten sich gegenseitig\; die über ein halbes Jahrtausend al
 te Polyfonie der frühen Renaissance gewinnt außerhalb ihrer religiösen 
 Aura neue Perspektiven hinzu. Eine perfekte Konstellation für ein Vokalen
 semble wie AuditivVokal\, das bekannt ist für seinen genreübergreifenden
  Blick auf Musik und Theater.\n\nText: Wolfgang Schicker\n\nBoletos: https
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