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SUMMARY:Die Ermittlung - von Peter Weiss – 16+
LOCATION:Kulturhaus Frankfurt
DESCRIPTION:Die Ermittlung\nDOKUMENTARTHEATER ÜBER DIE FRANKFURTER AUSCHWI
 TZPROZESSE\nvon Peter Weiss\n\nAls 1963 der Erste Frankfurter Auschwitz-Pr
 ozeß begann und man sich der Mammutaufgabe stellte\, wenigstens einen Bru
 chteil der Verantwortlichen für die im größten der Konzentrationslager 
 begangenen Verbrechen gerichtlich zur Verantwortung zu ziehen\, war die Er
 innerung an die NS-Zeit noch frisch in den Köpfen der Beteiligten und der
  Bevölkerung verankert. Es gab niemanden\, der zu Kriegszeiten nicht auf 
 der einen oder anderen Seite gestanden hätte\, der nicht Täter oder Opfe
 r gewesen wäre – und keinen\, der nun im Zuge des Prozesses nicht in oh
 nmächtiger Ungläubigkeit Dinge erfahren hätte\, die in den Lagern abges
 chottet und doch so unversteckt all die Jahre über vor sich gegangen ware
 n.\n\nHeute\, über 80 Jahre nach Kriegsende\, da nur noch sehr wenige Zeu
 gen der NS-Zeit am Leben sind\, bleiben uns Briefe\, Dokumente\, Akten\, G
 edenkstätten\, Fotographien – und Erinnerungen an Erinnerungen. Auch wi
 r stehen heute ungläubig vor den Fakten\, die sich außerhalb des menschl
 ich Vorstellbaren befinden. Und zugleich müssen wir sie als elementaren B
 estandteil der Geschichte unseres Landes akzeptieren.\n\nDie Ermittlung vo
 n Peter Weiss\, verfaßt im Stil eines Oratoriums\, ist Dokumentartheater 
 im besten Sinne: Die Aussagen der Protagonisten sind zwar poetisiert und i
 n Themenkomplexe unterteilt\, entsprechen aber den Fakten\; es sind die ec
 hten Aussagen echter Opfer und echter Täter\; beide Seiten kommen gleiche
 rmaßen und gnadenlos einander gegenübergestellt zu Gehör\, ohne Bewertu
 ng\, ohne Emotion und ohne In-Szene-Setzen. Für uns ist Die Ermittlung al
 s Lehrstück zu betrachten: In kaum einem anderen Stück wird ein Teil wah
 rer Geschichte auf so grausame und schonungslose Weise lebendig.\n\nUnsere
  Inszenierung versteht sich als Teil unserer Aufgabe\, diese geschichtlich
 en Fakten wieder aufzuzeigen und damit einen Beitrag gegen das Vergessen z
 u leisten – mehr noch: einen Beitrag dazu\, daß sich dergleichen niemal
 s wiederholt!\n\nWir kannten alle die Gesellschaft\naus der das Regime her
 vorgegangen war\ndas solche Lager erzeugen konnte\nDie Ordnung die hier ga
 lt\nwar uns in ihrer Anlage vertraut\ndeshalb konnten wir uns auch noch zu
 rechtfinden\nin ihrer letzten Konsequenz\nin der der Ausbeutende in bisher
  unbekanntem Grad\nseine Herrschaft entwickeln durfte.\n\nRegie: Anna-Soph
 ie Sattler\nMit: Anja Becker\, Eric Lenke\, Holger Roll\, Alice Nieduzak\,
  Martin Spiecker\, Simone Arians\, Arno Feltrini\, Emanuel Seitz\, Anna-So
 phie Sattler\, Aiden Pharrell Cohen\, Antonia Görge\, u.A.\n\nDauer: ca. 
 2 Std. ohne Pause\nEmpfohlen für Publikum ab 16 Jahren\n\nBoletos: https:
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