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SUMMARY:Edition 5\, Maja Bringolf\, Vincent Kohler
LOCATION:Vebikus Kunsthalle Schaffhausen
DESCRIPTION:<p>Während 30 Jahren hat die Edition 5 Erstfeld insgesamt 244
  Objekte von nationalen und internationalen Kunstschaffenden herausgegeben
 . Ruth und Jürg Nyffeler achteten darauf\, dass sowohl Kunstschaffende za
 hlreicher verschiedener Nationen als auch verschiedener Generationen vertr
 eten waren. Dabei wurde keine stringente Stilrichtung verfolgt\, vielmehr 
 waren es persönliche Vorlieben und Interessen\, die zu einer Zusammenarbe
 it führten. In der Vebikus Kunsthalle Schaffhausen ist eine repräsentati
 ve Auswahl zu sehen. Einzelne Arbeiten werden zum ersten Mal in einer grö
 sseren Ausstellung gezeigt. Ebenfalls vertreten in der Edition 5 Erstfeld 
 sind Maya Bringolf und Vincent Kohler.</p>\n<p>Invar-Torre Hollaus schreib
 t in einem Essay: «Bei einem Besuch bei Ruth &amp\; Jürg Nyffeler in Ers
 tfeld lässt sich dieser vielstimmige Dialog eindrucksvoll erleben. Man wi
 rd auf ganz unterschiedlichen sinnlichen\, intellektuellen\, ästhetischen
  und materiellen Ebenen aktiviert. Das ist Ausdruck einer ernsthaften Ause
 inandersetzung mit der Kunst und zeugt von einer Haltung\, die offen ist f
 ür Neues\, Unkonventionelles\, Überraschendes und sich auch auf Widerst
 ändiges einlässt. Andere Meinungen werden nicht nur geduldet\, sondern s
 ind explizit erwünscht. Im Austausch mit diesen individuellen ‘Gespräc
 hspartnern’ kann man so seinen eigenen Standpunkt kritisch hinterfragen\
 , um sich auf diese Weise neu in der Welt zu verorten. Die Auseinandersetz
 ung mit Kunst wird hier wirklich gelebt.»</p>\n<p>https://www.edition5.or
 g\n <br></p>\n<p>Maya Bringolf\, gebürtige Schaffhauserin\, lebt und arbe
 itet in Zürich. Es sind alltägliche Einrichtungsgegenstände\, ausgemust
 erte Kleider oder Dinge\, die kurz davorstehen\, irgendwo entsorgt zu werd
 en\, welche Maya Bringolf mit neuem Leben versieht. Dabei mutet es durchau
 s schonungslos und brachial an\, wie die neu zusammengebrachten Gegenstän
 de in eigentümliche ästhetische Gebilde umgeformt werden. Es lässt uns 
 vermuten\, dass diese «heftigen Veränderungen» durchaus lustvoll entste
 hen. All die ausgedienten Teppiche\, Plastikstühle\, Metallrohre oder Mö
 belstücke erhalten durch Maya Bringolfs Hand ein Revival\, eine neue prek
 äre und unerwartete Erscheinung.</p>\n<p>Isabel Zürcher schreibt zu Maya
  Bringolfs Teppichen: «Ihre Teppiche sind gelocht\, und versengt erschein
 t die Kunstfaser industriell gefertigter Bettvorleger. Wie eine Salve von 
 Einschusslöchern metastasieren neue Muster durch Gewebe und Ornament. Doc
 h der erste Schein trügt: Maya Bringolf hat die Perforation nicht eingebr
 annt ins wohnliche Accessoire. Die runden Öffnungen schneidet sie aus und
  bepinselt die verletzte Textur sorgfältig mit Epoxyd-Harz zur Festigung.
  Schwarzer Acrylspray simuliert Rauchspuren. Eine toxische Materialität d
 ringt so ins Kunsthandwerk\, frisst sich durch den Boden bürgerlicher Woh
 nkultur. Und während wir in der Verletzung noch ein Sakrileg erkennen\, g
 ewinnen die Objekte ihre andere Schönheit\, ihre unheimliche Opulenz.»</
 p>\n<p>Vincent Kohler\, geboren in Nyon\, lebt und arbeitet in Lausanne. V
 incent Kohlers Werk konzentriert sich vorwiegend auf Bildhauerei und Maler
 ei\, wobei immer wieder seine Affinität zur Musik und im Besonderen zur P
 op-Musik in Erscheinung tritt. Von sich schreibt der Künstler: «Ich expe
 rimentiere mit verschiedenen Ausdrucksformen wie Illusion\, Ablenkung\, Tr
 ansformation oder Vergrößerung von Alltagsgegenständen – sei es aus d
 em Alltag\, dem Volksglauben oder aus der Fantasie.» Dabei sind es mehrhe
 itlich simple Alltagsgegenstände (Schlitten\, Kühlschrank\, Musikinstrum
 ente\, Cervelats oder andere industriell gefertigte Dinge)\, die mit artif
 iziellen Mitteln «nachgebaut» werden. Es entstehen irritierende Konstruk
 te\, die an wahrhaft «echte» Dinge erinnern\, welche jedoch auf eigentü
 mliche Art als «fake objects» in Erscheinung treten. Es wirkt so\, als w
 ürde Vincent Kohler bestehende Gegenstände noch einmal denken und in ihr
 e eigene\, behutsam gestaltete artifizielle Welt übersetzen.</p>\n<p>Andr
 ea Thal schreibt zu Vincent Kohlers Werk: «Seine Aufmerksamkeit gilt viel
 mehr den aus dem Alltag aufgegriffenen Artefakten\, Apparaten und Technike
 n und der Frage\, wofür diese stehen\, wenn sie als vergrösserte Kulisse
 n für einen (noch) nicht realisierten Film stehen. Dabei erfolgt nie ein 
 Abgesang oder eine Verhöhnung des Zitierten\, davon zeugt schon alleine d
 ie Aufmerksamkeit für das Detail und die liebevolle Ausführung der Objek
 te. Sie erlauben es dem Künstler\, ein Phänomen aus seinem angestammten 
 Kontext zu lösen\, und seinen Möglichkeiten und Beschaffenheiten freien 
 Lauf zu lassen. Anstelle eines möglichen Zynismus tritt die Geste der Ver
 söhnlichkeit.»</p>\n\nBoletos: https://eventfrog.ch/de/p/kunst-ausstellu
 ngen/edition-5-maja-bringolf-vincent-kohler-7453925391692003150.html
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