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Fragmente – Gesicherte Ruine oder ruinierte Burg
Konferenzen

Fragmente – Gesicherte Ruine oder ruinierte Burg

Montag, 19. Oktober 2026 · 18:30Architektur Forum Ostschweiz · St. Gallen

Beschreibung

<p>Jahrhunderte lang genutzt und später aufgegeben, bilden mittelalterliche Burgruinen in Graubünden ein historisch relevantes Erbe. Dass es diese Bauwerke noch so zahlreich gibt, ist nicht allein ihrer massiven Bauweise geschuldet; oft sind es variierende Arbeitskonstellationen, die am Erhalt dieser zwecklos gewordenen «Liegenschaften» mitwirken. Sind daran Architekt:innen beteiligt, betreten sie oft Neuland. Dies betrifft die Bauaufgabe, aber auch die Kooperation mit den unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren.</p> <p>Die Restaurierung und Erschliessung der Burg Neu-Aspermont in Jenins verfolgt ein differenziertes Schutzkonzept, welches nicht nur maximale Schutzmassnahmen vorsieht, sondern sich zu Teilen auch auf minimale konserva­torische Eingriffe beschränkt und damit bewusst den Zerfall zugunsten des «Erlebnis­wertes» der Ruine in Kauf nimmt. Die neue Erschliessung verwandelt die Burg von einem unzugänglichen Denkmal in einen erfahrbaren Raum – dieser steht bei der Projekt­entwicklung stets im Fokus. Dabei ist es nicht die starke Präsenz der neuen Elemente, sondern die poetische Wirkung des Bestandes, welche die Qualitäten der Burgruine unmittelbar erfahrbar macht.</p> <p>Vortrag von Esther Elmiger, im An­schluss Podiums­­­diskus­sion mit Valentin Groebner, mo­deriert durch Martin Tschanz.</p> <p>&nbsp;</p>