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EMIL VIKLICKY TRIO ft. JIRI STIVIN
Sonstiges

EMIL VIKLICKY TRIO ft. JIRI STIVIN

Dienstag, 10. November 2026 · 20:00Jazzclub Erfurt · Erfurt

Beschreibung

In der Reihe Jazz hinter dem Eisernen Vorhang Emil Viklický Trio featuring Jiří Stivin (CZ) Im fünften Konzert der Reihe „Jazz hinter dem Eisernen Vorhang“, die den Jazz in den sozialistischen Ländern in den 60er/70er Jahren beleuchtet, steht die CSSR im Mittelpunkt. Zwei Legenden des tschechischen Jazz geben uns die Ehre und werden das Publikum mit ihrer Musik und profundem Wissen über den Jazz zur damaligen Zeit begeistern. Emil Viklický wurde am 23. November 1948 in Olmütz geboren. Er studierte auf Anraten seines Vaters bis 1971 Mathematik an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Palacký-Universität Olomouc; für seine Diplomarbeit über symmetrische Polynome sollte ihm der Doktorgrad zuerkannt werden, was aus ideologischen Gründen von der Fakultätsleitung verhindert wurde. Nach seiner Armeezeit, die er als Pianist des Heereschors verbrachte, spielte er von 1974 bis 1989 in Karel Velebnýs Ensemble SHQ. 1977 bekam er ein einjähriges Stipendium für das Berklee College in Boston, wo er Unterricht bei Herb Pomeroy erhielt. Anschließend nahm er privaten Unterricht bei George Crumb und Václav Kučera. Zurück in seiner Heimat schrieb er Filmmusik und arbeitete mit wechselnden Jazzgruppen. Nach dem Tod von Velebný übernahm er die Leitung der Sommer-Jazzkurse in Frýdlant und war auch sonst als Dozent tätig. 1992 nahm er mit der Band von Jiří Stivín im Prager Reduta Jazz Club auf. Seine Komposition The Mystery of Man auf Texte von Václav Havel entstand 2004 für die Konzertbigband von Wynton Marsalis. Von 1991 bis 1995 war er Präsident der tschechischen Jazz Society. Als Komponist schrieb er neben Jazzkompositionen und Filmmusik auch Opern, sinfonische Werke und elektroakustische Musik. Jiří Stivín wurde am 23. November 1942 in Prag geboren. Jiří stammt aus einer Künstlerfamilie. Er ist der Sohn der Schauspielerin Eva Svobodová und Enkel des Theaterregisseurs Milan Svoboda. Seine Schwester ist die Schauspielerin Zuzana Stivínová und sein Cousin der Jazzmusiker Milan Svoboda. Er hatte als Kind etwas Geige gelernt, spielte aber dann kein Instrument mehr, bis er 18 Jahre alt war. Erst während seines Studiums, das er an der Prager Filmakademie absolvierte (wo er zum Kameramann ausgebildet wurde) begann er wieder zu musizieren. Als Autodidakt begann er in der tschechischen Beat-Gruppe „Sputnici“ Saxophon zu spielen; er erhielt dann Flötenunterricht bei dem Barockmusik-Experten Milan Munclinger. Während der Militärzeit spielte er mit Jazzmusikern wie dem Bassisten Vincenc Kummer im Quintett des Armee-Kunstensembles. Als Mitglied von Martin Kratochvíls Formation „Jazz Q“ und von 1967 bis 1969 der „SHQ Combo“ um Karel Velebný spielte er früh in Spitzenformationen des tschechischen Jazz. Im Prager Ensemble „Quax“ wandte er sich der Avantgardemusik zu. Danach arbeitete er in den unterschiedlichsten musikalischen Richtungen von Alter bis zu Neuer Musik und Jazz, was man als globale Musik auf Tschechisch bezeichnen könnte. Bekannt ist er nicht nur als Flötenspieler, sondern auch als Flötensammler und kreativer Flötenbauer, der auch aus abwegigen Rohstoffen wie Plastik- oder Metallrohren Flöten konstruiert, die er im Konzert vorstellt. Er wirkt auch als Interpret von Renaissance- und Barockmusik auf Blockflöten.  Stivín trägt bei seinen Auftritten fast immer eine sogenannte Schlägermütze, um seine Glatze zu verbergen und als sein Markenzeichen, zum anderen verbindet er das Flötenspiel mit schauspielerischen Einlagen, die mal clownesk, mal romantisch angehaucht sind. In den 90er Jahren gastierte er bereits einmal mit großem Erfolg mit Rudolf Dašek im Jazzclub Erfurt. Emil Viklický – piano Petr Dvorsky – doublebass Jirka Stivín jr – drums Jiří Stivín  - flute