musica viva - Franck Ollu - Reudenbach, Iannotta, Zender - 2. Abo
Freitag, 30. Oktober 2026 · 20:00Prinzregententheater · München
Beschreibung
<p><strong>Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Franck Ollu</strong></p><p>18.45 Uhr: Einführung</p><p><strong>Programm<br></strong>Michael Reudenbach [*1956]<br><em>fast dasselbe<br></em>Musik für Orchester [2026]<br>Kompositionsauftrag der <em>musica viva</em> des Bayerischen Rundfunks<br><strong>Uraufführung</strong></p><p><strong> </strong>Clara Iannotta [*1983]<br><em>sand like gold-leaf in smithereens<br></em>Konzert für Violine, Orchester und Elektronik [2025]<br><strong>Uraufführung </strong></p><p>Hans Zender [1936–2019]<br><em>33 Veränderungen über 33 Veränderungen<br></em>Eine komponierte Interpretation von Beethovens <em>Diabelli-Variationen</em><br>Fassung für Orchester [2011] </p><p><strong>Mitwirkende<br></strong>Carolin Widmann Violine<br>Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks<br>Franck Ollu Leitung</p><p>Eine Veranstaltung der <em>musica viva</em> des Bayerischen Rundfunks </p><p><strong>Zum Programm</strong></p><p>Dass Kunstwerke nicht nur als originäre Schöpfungen zu verstehen sind, sondern auch als Teile eines über Jahrhunderte fortlaufenden ästhetischen Dialogs, führt ins Herz der Orchestermusik von <strong>Michael Reudenbach</strong> <em>fast dasselbe</em>: »Innerhalb von fast dasselbe gibt es einige wenige musikalische Gestalten mit unzweideutigen Identitäten. Durch gleiche, fast gleiche oder verschiedene Hintergründe werden diese weitergeschrieben, verändert oder aufgelöst. Irritierender Moment: ein Ereignis oder einen Ort als fremd zu erleben, obwohl dieses oder jener doch eigentlich ganz vertraut sein müsste.«</p><p><em>Sand like gold-leaf in smithereens</em> lautet wiederum der Titel des neuen Konzerts für Violine und Orchester von <strong>Clara Iannotta</strong>, das sie für Carolin Widmann schrieb und mit der zusammen sie die Violine neu erkundete. Neben Spieltechniken in ungewohnten Registern sind auch dickere Saiten verlangt, die eine Oktave tiefer klingen: »Mit diesen tiefen Saiten hat sich nicht nur der Klang verändert, sondern auch die Zeit« (Iannotta). Die Materialität des Instruments und die Bespannung prägen Gestalt und Ausdruck der Musik.</p><p>Mit den <em>33 Veränderungen über 33 Veränderungen</em> schuf <strong>Hans Zender</strong> einen Klassiker eines Klassikers, eine an kompositorischer Raffinesse kaum überbietbare Interpretation von Beethovens <em>Diabelli-Variationen</em>. Die Aufführung ist eine Brücke in das kommende Beethoven-Jahr 2027, zugleich ein Gedenken an den großen Komponisten und Dirigenten Hans Zender, der die <em>musica viva</em> Konzertreihe über viele Jahre mit Rat und Tat und viel Sympathie begleitet hat – ein Dialog der Kunstwerke über die Zeiten hinweg, auch dann, wenn die Künstlerinnen und Künstler, die sie schufen, nicht mehr unter uns sind.</p>