
KLANG IM KINO mit ARF (live+visuals), ahabzutun (live) + Petrikov (visuals), CFM (live+visuals), Gregor Pfeffer (live) + Thadeusz Tischbein (visuals), Elsa Blanc-Brude (live) + Florian Schuster (visuals)
Samstag, 17. Oktober 2026 · 20:00UT Connewitz · Leipzig
Beschreibung
Samstag, 17.10. um 20 Uhr Film: Klang im Kino mit ARF (live+visuals), ahabzutun (live) + Petrikov (visuals), CFM (live+visuals), Gregor Pfeffer (live) + Thadeusz Tischbein (visuals), Elsa Blanc-Brude (live) + Florian Schuster (visuals) Und wieder treffen sich Leipziger Klang- und Videokünstler:innen unter dem Label „K im K – Klang im Kino“ und präsentieren ihre für diesen Abend entwickelten audiovisuellen Stücke. Vier Acts – zumeist Tandems aus Klangkünstler:in und visuellem Künstler – präsentieren audioreaktive Grafik-Animationen, live gespielte dokumentarisch-essayistische Stücke oder tauchen ein in 3D-Welten. Wir durchstreifen Metropolen, loopen die Welt und bringen Raumklangrhythmen in das fantastische Kino in Connewitz. Die Reihe „K im K – Klang im Kino“ entstand 2022 noch im Rahmen der Bauhelmfestspiele im FORTUNA Kino der Jugend. Mit dreikanaligen Videoprojektionen und Raumklang wurde die Kinoruine im Leipziger Osten in Szene gesetzt. Seitdem war sie nicht in zahlreichen Leipziger Kinos zu Gast. Als Duo realisieren Gregor Pfeffer und Thadeusz Tischbein seit 2016 gemeinsam audiovisuelle Performances. Im Zentrum ihrer Projekte steht meist das direkte Zusammenspiel von Audio und Video, oft als Übersetzung von Alltagsbeobachtungen in rhythmische/musikalische Strukturen. So nutzten sie z.B. verschiedene Geräusche, die sie mit Nussknackern erzeugen konnten in ihrem Stück NUTS, Papiergeräusche von geknülltem Papier, flatterndem Seidenpapier oder fallenden Pappobjekten in PAPER, Straßenszenen aus Bangkok verdichteten Sie zu ihrem aktuellen Stück BANG! Gregor Pfeffer beschäftigt sich mit Komposition und Sounddesign für Film und Radiostücke, dem Aufbau von Eurorack-Modulen und DIY-Synthesizern, Coding (max/msp, puredata, arduino), Live-Performances und Workshops. Er studierte Soundstudies an der Universität der Künste Berlin. Der Videokünstler Thadeusz Tischbein studierte Medienkunst in Leipzig, Braunschweig und Bukarest und zeigt seine Filme zumeist auf internationalen Filmfestivals, u.a. HOTDOCS Toronto, INDIELISBOA Lissabon oder MANIFESTA in Palermo. Cornelia Friederike Müller aka CFM ist bildende Künstlerin und Soundkünstlerin aus Leipzig. Sie arbeitet medienübergreifend konzeptionell und komponiert seit 2002 melodischen Minimal Techno, Electronica und experimentelle Klangcollagen mit Field Recordings. Ihr Live Set Dancefloormusic spielte CFM im Rahmenprogramm der Biennale Venedig 2019. The Daily Noise ist ihr fortlaufendes Projekt zu Umweltgeräuschen und Acoustic Ecology, für das sie Soundwalks, Klanginstallationen und Konzerte umsetzt, u.a. bei Club Transmediale Berlin, CAGE100, Global Compositions, DOK Leipzig. Einige Kompositionen entstehen für Hörspiel-, Theater- und Filmproduktionen, die auf internationalen Festivals laufen und renommierte Preise erhielten, u.a. Deutscher Hörspielpreis, Hörspielpreis der Kriegsblinden und Sächsischer Theaterpreis. Jörg Brinkmann aka ARF ist Performance-, Video- und Installationskünstler. Seine Arbeiten wurden unter anderem im Louvre in Paris, im Watermill Center in New York, beim Ars Electronica Festival in Linz und beim European Media Art Festival in Osnabrück präsentiert. An der Bauhaus-Universität Weimar promoviert er mit dem Projekt Post Physical Playgrounds zu Internetkulturen und ihren durch immersive Mixed-Reality-Technologien ausgelösten Transmediationsprozessen. PARS, das Duo aus Klangkünstler Max Müller (ahabzutun) und Medienkünstler Christian Geick (Petrikov), untersucht in seinen audiovisuellen Arbeiten Zustände von Fremdheit, Vernetzung und Transformation. Zwischen Vertrautheit und Entfremdung entstehen dynamische Räume, in denen Klang, Bild und Informationsströme aufeinandertreffen, sich überlagern und zu neuen Formen entwickeln. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Beziehungen, Austausch und zeitliche Verschiebungen Wahrnehmung und Zugehörigkeit prägen. Elsa Blanc-Brude entwickelt Klangkompositionen, in denen sie DIY-Instrumente, Field Recordings, Stimme und Effekte miteinander verbindet. Ihre künstlerische Praxis erforscht klangliche Spannungsfelder zwischen Noise, ambienten Texturen und elektronischer Musik und untersucht, wie auditive Wahrnehmung verzerrt, geschichtet und neu erfahren werden kann. Florian Schuster arbeitet mit Film vornehmlich als poetisches, nicht-begriffliches Ausdrucksmittel, operiert also auf der Ebene der Sinneswahrnehmung. Er dreht sein Bildmaterial auf analogem Film, den er mitunter selbst entwickelt. Die Kamera fungiert dabei sowohl im üblichen Sinn als Aufnahmegerät wie auch als quasi-musikalisches Instrument. Ihn interessiert vor allem die Grenze zwischen Abstraktem und Figurativem - wie sich Bilder und Objekte von unseren Begriffen und Zuordnungen lösen können und so unserer unvermeidlich vorurteilsbehafteten, begrenzten Wahrnehmung neue Sichtweisen zugänglich gemacht werden können. Für Klang im Kino verwendet er eine Hybridform aus analoger Projektion mit eigens entworfener digitaler Verarbeitungskette und Output in Max/Jitter, die spezifische Eigenschaften beider Welten zusammenzubringt und die dabei entstehenden Interferenzen gezielt in das Gesamtbild integriert.