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Die Jüdin von Toledo
Darstellende Künste

Die Jüdin von Toledo

Sonntag, 2. Mai 2027 · 17:00Neuberinhaus · Reichenbach im Vogtland

Beschreibung

Die Jüdin von Toledo Cie. Freaks und Fremde nach Lion Feuchtwanger Szenische Tiefenbohrung mit Motiven von Lion Feuchtwanger. Mit Texten von Hannah Arendt, Youssef Chahine, Kristo Šagor, Klaus Theweleit. Eine Hommage an 1700 Jahre Judentum in Deutschland und an die friedenstiftende Kraft von Mischgesellschaften. Im Zusammenspiel von Menschen und Marionetten entsteht auf der Bühne ein zeitüberspannendes Tableau, vor dem sich Historisches und Märchenhaftes zu Geschichte verweben. Feuchtwangers Roman zeichnet die Bemühungen des jüdischen Kaufmanns Jehuda Ibn Esra nach, ein friedliches, kulturvolles und properierendes Kastilien zu entwickeln. Sein Einfluss am Hofe König Alfonsos ist gewaltig und auch wenn der Herrscher ungehobelt und kriegslüstern ist, so ringt Jehuda ihm doch etliche Zugeständnisse ab, erreicht Unglaubliches für Kastilien und erringt letztlich auch das Vertrauen des Königs. Nicht alle Kräfte in Kastilien sehen das mit Wohlwollen - die politische Lage ist angespannt, hier werden stets Sündenböcke und einfache Antworten gebraucht. Die Liebe zwischen Jehudas Tochters Raquel und König Alfonso scheint inmitten der politischen Wirren, der Macht- und Glaubenskämpfe auf wie eine Insel der Möglichkeiten - und zugleich bringt sie alles ins Wanken. Als der Krieg schließlich ausbricht, brutal und niederschmetternd endet, sind die Schuldigen schnell gefunden: die Juden. Es endet, wie so oft: tragisch - und die Täter sind die, die wir gemeinhin, die "normalen Menschen" nennen ... Fünf Darsteller/innen, fünf Marionetten, eine Drehbühne, etliche Bücher, Projektionen und Musik verweben sich hier zu einem spannenden und unterhaltsamen Stück Theater auf der Basis eines historischen Romans. Künstlerisches Team und Darsteller: Kathleen Gaube, Ariella Hirshfeld, Sabine Köhler, Dirk Neumann, Heiki Ikkola Puppenbau: Christian Werdin Musik: Frieder Zimmermann Video, Schnitt, Mapping: Beate Gbureck Licht: Josia Werth Mitarbeit Regie: Jörg Lehmann Dieses Gastspiel wurde möglich durch die Förderung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen im Rahmen des Themenjahres TACHELES 2026.