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musica viva - Brad Lubman - Lim, Djordjevic, Riedl, Borboudakis  - 5. Abo
Musik

musica viva - Brad Lubman - Lim, Djordjevic, Riedl, Borboudakis - 5. Abo

Freitag, 18. Juni 2027 · 20:00Prinzregententheater · München

Beschreibung

<p><strong>Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Brad Lubman</strong></p><p>18.45 Uhr: Einführung</p><p><strong>Programm<br></strong>Liza Lim [*1966]<br><em>Tongue of the Land<br></em>Konzert für Orchester mit Carnyx [2025–26]<br><strong>Deutsche Erstaufführung </strong></p><p>Milica Djordjević [*1984]<br><em>Neues Werk<br></em>für Klarinette, Viola, Akkordeon und Orchester [2026]<br>Kompositionsauftrag der <em>musica viva</em> des BR<br><strong>Uraufführung </strong></p><p>Josef Anton Riedl [1927–2016]<br><em>Für Claves<br></em>Fassung für 5 Spieler [1951]<br>Minas Borboudakis [*1974] <br><em>Minotaurusmaterial<br></em>für großes Orchester [2025–26]<br>Kompositionsauftrag der <em>musica viva</em> des BR<br><strong>Uraufführung</strong> </p><p><strong>Mitwirkende<br></strong>Marco Blaauw Carnyx<br>Carl Rosman Klarinette<br>Tabea Zimmermann Viola<br>Teodoro Anzellotti Akkordeon <br>Mathias Lachenmayr, Daan Wilms, Patrick Stapleton, Felix Kolb Schlagzeug<br>Wolfram Winkel Einstudierung, Schlagzeug <br>Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks<br>Brad Lubman Leitung </p><p><strong>Zum Programm</strong></p><p>Eine Musik, die als Ruf aus ferner Vergangenheit zwischen archaischem Ritual, eruptivem Ausbruch und Momenten höchster Fragilität oszilliert: Mit <em>Tongue of the Land</em> erweckt die australische Komponistin <strong>Liza Lim</strong> den Carnyx zu neuem Leben: die spektakuläre keltische Kriegstrompete mit rohem, brüchigem Klang, die lange aus dem kulturellen Gedächtnis verschwunden war und erst nach archäologischen Funden im Jahr 2004 rekonstruiert werden konnte. In den Worten Lims erzeugt der Carnyx ein »Erdbeben von Vibrationen« – mit einer direkten körperlichen Wirkung, die auch für die Musik der serbischen Komponistin <strong>Milica Djordjević</strong> typisch ist: Ihre dichten Texturen führen – energetisch, intensiv, kraftvoll, manchmal explosiv – immer wieder zu gewaltigen Eruptionen. Nach der Uraufführung ihres neuen Werks für Klarinette, Viola, Akkordeon und Orchester folgt mit dem elementaren Schlagzeugstück <em>Für Claves</em> eine Hommage an <strong>Josef Anton Riedl</strong>, die nach Karl Amadeus Hartmann zweite prägende Gründerfigur, die München zu einer Stadt der Gegenwartsmusik gemacht hat. <strong>Minas Borboudakis</strong>’ <em>Minotaurusmaterial</em> ist ein neues Orchesterwerk, in dem der antike Mythos vom im Labyrinth von Knossos hausenden Ungeheuer, vom Helden Theseus und dem rettenden Ariadne-Faden auf nichtlineare Weise erzählt wird. Vielmehr beleuchtet die Musik in mehreren ineinander gewobenen Abschnitten die Symbolik der Geschichte, wobei jeder Teil von einem anderen Kunstwerk inspiriert wurde: »vom Symbol des Animalischen bei Picasso bis zur einsamen Seele bei Borges, von der surrealen Kreatur bei Salvador Dalí bis zum nicht existierenden, ja abwesenden Monster bei Marguerite Yourcenar« (Borboudakis).</p>